Saigon – Ho Chi Min-City (Phu My)

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14. März 2015 von Meeresbrise


Saigon – Ho Chi Minh-City (Phu My)

 

Auf unserer Route lag auch der Hafen von Phu My. Wir hatten uns bereits zu Hause entschieden von hier aus den Transfer über die Reederei zu nutzen, um nach Saigon zu fahren. Wir hatten uns die wichtigsten Sehenswürdigkeiten herausgesucht und bei Google-maps eine Route erstellt. Da alles in unmittelbarer Nähe des Bitexco-Tower lag, entschieden wir, diese Strecken zu Fuß abzulaufen und dabei Saigon etwas näher kennenzulernen.

Saigon 1

Nach dem wir vom Indischen Ozean in den NHA Be River fuhren und der Stadt Phu My näher kamen, konnten wir die vielen Fischerboote und Transportschiffe am Rande der Mangrovenwälder liegen sehen. Der Hafen von Phu My liegt in einem Industriegebiet. Dort warteten bereits die Busse auf uns.

Saigon 2

Das frühere Saigon – heute Ho-Chi-Minh-Stadt genannt – liegt gute 1 ½ Stunden mit dem Bus vom Hafen entfernt. Wie auch in allen anderen Häfen unserer Reise wäre es kein Problem gewesen, direkt von dort mit dem Taxi zu fahren, da vor dem Hafengelände die Fahrer bereits auf die Passagiere warteten. Mit dem Transfer – der insgesamt 8 Stunden dauerte, hatten wir aber genügend Zeit die Stadt zu erkunden.  Auf dem Weg nach Saigon konnten wir vom Bus aus das Leben in Vietnam, welches wir schon aus den anderen Städten kannten, im Vorbeifahren erleben.

Saigon 3

Die Reisbauern waren auf ihren Feldern und die Einheimischen transportieren mit ihren Motorollern mal wieder alles was möglich war. Nach gut einer Stunde kamen die ersten Hochhäuser der Stadt in Sicht. Es dauert noch sehr lange, bis wir durch den Verkehr an unserem Haltepunkt – der Bitexco-Tower – ankamen.

Bitexco Tower

Der Bitexco Financial Tower ist der Wolkenkratzer von Saigon – Ho Chi Minh Stadt. Mit einer Höhe von 265,5 m war er bei seiner Fertigstellung 2010 das höchste Gebäude in Vietnam. 2011 musste der Bitexco Financial Tower diesen Titel an den Hanoier Keangnam Hanoi Landmark Tower abgeben. Die Aussichtsetage Saigon Skydeck (49. Etage) ist täglich 9:30 bis 21:30 für einen Eintrittspreis von 200.000 VND (ca. 7,20 €) zugänglich. Der Zugang zum Cafe (50. Etage), zum Restaurant (51. Etage) und zur Bar (52. Etage) ist frei. Die Plattform auf der 52. Etage dient als Hubschrauberlandeplatz.

Unser Reisebegleiter gab uns vor dem Aussteigen aus dem Bus den Tipp, gleich ins Restaurant in der 52. Etage zu fahren, dann würde man sich das Eintrittsgeld sparen. Da er sich bereits gut auskannte, zeigte er uns den Weg und wir kamen an den Absperrungen schnell vorbei. Um in das Restaurant zu kommen, muss man mit den Rolltreppen in die erste Etage fahren. Dann links halten und sich vom Personal zu den Fahrstühlen bringen lassen, die direkt in die 52. Etage fahren.

Von oben hatten wir dann einen sensationellen Blick über Saigon. Das Restaurant war noch sehr leer und wir konnten uns überall gut bewegen, so dass wir von allen Seiten fotografieren konnten.

Saigon 4

Vom Bitexco Financial Tower machten wir uns zu Fuß auf unseren weiteren Weg der Stadterkundung. Was sofort auffällt ist der immense Verkehr in der Stadt. Hauptsächlich bewegen sich die Bewohner hier mit Motorrollern fort, kein Wunder, wenn jeder ein Auto hätte, käme der Verkehr gnadenlos zum erliegen. Faszinierend ist, dass trotz des hohen Verkehrsaufkommens keine Staus entstehen und der Verkehr abfließt. Erstaunlich ist auch, dass so wenig passiert, obwohl die Verkehrsteilnehmer teilweise kreuz und quer fahren oder Fußgänger zwischen all den vielen Rollern die Straße unbeschadet überqueren. Der Trick ist, langsam zu gehen, damit alle ausweichen können. Es wird davor gewarnt zu rennen. Weil die Roller auf bezahlten Abstellplätzen auf den Bürgersteigen parken, hat man hier als Fußgänger keinen Platz zum Laufen, da diese alle kreuz und quer stehen. Ca. 7 Millionen Motorräder/ Motorroller findet man alleine in Saigon.

Ho Chi Minh City

Auf den Rollern, Fahrrädern und Transportkarren wird alles transportiert, egal wie wie groß oder breit. Typische Lieferwagen, die man aus Deutschland kennt, kennt man hier nicht. Überraschenderweise gab es unweit des Towers einen französischen Bäcker, der Baguettes, Toastbrot und andere Leckereien angeboten hat. Das hatte unser deutsches Auge an dieser Stelle gar nicht erwartet.

 

Rex Hotel

Das Rex Hotel ist ein sehr bekanntes, luxuriöses fünf Sterne Hotel in Ho Chi Minh und ein Besuch wert. Es wurde 1927 erbaut und unterliegt seinem eigenen Charme. Im Hotel befinden sich im Erdgeschoss im Eingangsbereich und neben der Rezeption luxuriöse Geschäfte von gefragten Designern.

Ho Chi Minh City 2

 

Unser Geheimtipp des Rex Hotels ist der Besuch der Dachterasse (Rooftop Garden Bar). Hier kann man nicht nur bei einem Kaffee o.ä. entspannt sitzen, sondern auch die traditionelle Dekoration bewundern. Eine Art Bühne wird von zwei großen goldenen Elefanten umrahmt. Von hier oben haben wir einen tollen Blick auf Saigon genießen können.

Ho Chi Minh City 3

Einen Abstecher ins Hotel sollte jeder Saigon-Besucher unternehmen. Direkt vor dem Hotel liegen weitere Sehenswürdigkeiten.

rex hotel

Wiedervereinigungspalast

Der Wiedervereinigungspalast, früher bekannt als Unabhängigkeitspalast, ist ein Wahrzeichen in Ho-Chi-Minh-Stadt. Das historische Gebäude wurde auf einem etwa 15 Hektar großen Gelände im Zentrum der Stadt erbaut. Der Palast war der Ort, an dem das Ende des Vietnamkrieges besiegelt wurde. Dies passierte nach dem Fall von Saigon, dem früheren Ho-Chi-Minh-Stadt, am 30. April 1975, als ein Panzer der Nordvietnamesischen Volksarmee das Tor durchbrach.

 Saigon 55

Der Besuch des Palastes ist nicht kostenlos. Wir hatten jedoch Glück und sind zufällig durch eine Tür links neben dem Kassenhäuschen gegangen, die offen stand. Der „Wachposten“ hatte wohl gerade etwas wichtiges zu tun, so dass wir, ohne es eigentlich zu beabsichtigten, auf einmal auf dem Gelände des Palastes waren.

Konzipiert durch den Architekten Ngo Viet Thu und gebaut 1962, war der Palast Residenz und Arbeitsplatz des Präsidenten von Südvietnam während des Vietnamkrieges. Direkt vor dem Gebäude befindet sich ein Brunnen, der von grünen Wiesen umgeben ist. Der Palast hat insgesamt 23 Räume. Das Zimmer, in dem früher Diplomaten empfangen wurden, ist mit einem Wandmosaik aus 40 kleinen Lackbildern ausgestattet. Das Bild zeigt das Leben der Vietnamesen im 15. Jahrhundert. Außerdem gibt es unter anderem das Präsidentenbüro, ein Gästezimmer und einen Bunker. Täglich kommen mehrere Hundert Gäste, sagt Palastmitarbeiterin Bui Thi Hang.

 

Saigon 56 Am Vormittag des 30. April 1975 durchbrach ein nordvietnamesischer Panzer das Tor des Palastes. Hauptmann Bui Quang Than hisste anschließend die vietnamesische Flagge auf dem Palast. Dies markierte das Ende des Vietnamkrieges. Die beiden Panzer der nordvietnamesischen Streitkräfte, die zuerst im Palast eintrafen, sind heute auf dem Palastgelände ausgestellt.Saigon 57

Für viele junge Vietnamesen, die den Vietnamkrieg nicht direkt miterlebt haben, ist der Wiedervereinigungspalast ein Kriegsdenkmal und ein Siegessymbol der Vietnamesen, auf das sie mit Stolz zurückblicken können.

Einen Besuch des Palastes würden wir auf jeden Fall bei einem Saigonaufenthalt empfehlen. Sicherlich ist dieser Palast nicht spektakulär, aber gerade für dieses Land von historischer Bedeutung. Der Gang durch den Bunker lässt erahnen, wie es damals hier gewesen sein muss. Nicht weit von hier (ca. 5 Min. zu Fuß) findest man die Kathedrale und das Postamt(vom Haupttor aus immer geradeaus).

Notre Dame Kathedrale von Saigon

Nicht weit vom Palast der Wiedervereinigung erreicht man bequem zu Fuß die Kathedrale von Saigon. Wie überall in Saigon tummeln sich an den wichtigsten und schönsten Plätzen die Touristen aus aller Welt.

Kathedrale Saigon

Die Kathedrale von Notre – Dame von Ho Chi Minh Stadt, fordert der vietnamesischen Sprache der Nha Thờ Đức Ba, obwohl diese Kathedrale auch bekannt ist als die Basilika der Unbefleckten Empfängnis.

Kathedrale Saigon 2Es ist eine stilisierte und schöne Kathedrale, erbaut am Ende des 19. Jahrhunderts (von 1863 bis 1880), dessen Außenfassade aus dem nahe gelegenen Steinbrüchen stammt und die Abdeckung von französischen roten Ziegeln besteht. Die Glockentürme ragen 58 Meter in die Höhe.  Im neunzehnten Jahrhundert war es das höchste Gebäude in der Stadt. Heute ist es der Bitexco Tower.

Die neoromanische Kathedrale Notre-Dame ist eines der bedeutendsten Kolonialgebäude der Stadt und das Zentrum der katholischen Kirche in Südvietnam. Notre-Dame befindet

sich am Nordende von Dong Khoi. Jeden Sonntag werden Messen in englischer Sprache gehalten. Auf dem davor liegenden Platz der Pariser Kommune steht eine Statue der Jungfrau Maria. Diese Kirche wird auch Notre-Dame des Ostens genannt.

Rechts von der Kathedrale befindet sich das Postamt (siehe erstes Foto oben – gelbes Gebäude).

Hauptpostamt Ho Chi Minh Stadt – Saigon

Das zentrale Postamt von der Ho Chi Minh Stadt ist eines der schönsten Gebäude in und rund um Saigon. Der Name in der vietnamesischen Sprache ist Bưu điện Trung Tam und wurde am Ende des 19. Jahrhunderts (im Jahr 1886-1891) gebaut.

Postamt Saigon

Das Hauptpostamt liegt gegenüber der Kathedrale Notre Dame, in einem Kolonialbau von 1886. Es sieht so aus wie die alten Markthallen von Paris, früher ein apricotfarbener Anstrich, heute in einem satten sonnengelb, zwischen verschnörkelten Säulen surren Ventilatoren, durch Dachfenster bricht Sonnenlicht. Ein Ort wie aus der Zeit gefallen, das schönste Postamt von ganz Asien, wenn nicht sogar weltweit.

Postkarten und Briefmarken sind hier erhältlich. Ca. eine Woche bis 14 Tage dauert es, bis die Postkarten dann in Deutschland sind. Die Briefmarke und der dazugehörige Poststempel sind etwas besonders und man sollte die Chance nutzen, seinen Lieben Daheim einen Gruß zu schicken.

Im Postamt herrscht ein reges Treiben. Viele Touristen schreiben an Stehtischen und Tresen ihre Postkarten. Aber auch die Einheimischen verschicken ihre Post. Es soll sogar noch einen „Briefeschreiber“ geben. Früher waren es mehrere, aber die Stellen werden nicht mehr nachbesetzt. Viele Vietnamesen lassen sich hier Briefe übersetzen, die sie in die große weite Welt verschicken.

 

Ben Thanh Markt

Am Ende unseres Tages in Ho Chi Minh Stadt haben wir uns mit dem Taxi zum Ben Thanh Markt fahren lassen. Taxifahrten sind hier sehr günstig und bevor man sich durch das Gedrängle der Stadt schlägt, empfehlen wir sich ein Taxi zu nehmen. Die Fahrt vom Postamt zum Markt dauert gerade mal 10 Minuten, wo von wir wohl die meinste Zeit durch den vielen Verkehr verbraucht haben.

Der Ben Thanh Markt Ho Chi Minh, dessen vietnamesische Name Cho Ben Thanh (Nachbarn Bến Thành) auch bekannt als der Saigon-Markt ist, ist die touristische Einkaufsmöglichkeiten par excellence von Ho Chi Minh Stadt, im Süden von Vietnam. Dieses Touristenziel befindet sich im Herzen der Stadt, im District 1 von Ho Chi Minh Stadt.

Markt

Sobald man aus dem Taxi aussteigt, fliegen einem die Gerüche des Marktes entgegen. Aber auch die großen Müllbehälter an dem Straßenrand hinterlassen einen nicht so angenehmen Geruch. Auch im Markt selbst wird der Müll auf diese Art beseitigt. Man sollte einen großen Bogen um diese Container machen, denn das Leben in und an diesen „Mülleimern“ ist nichts für Europäer.

Markt 2Auf dem Markt finden man Kleidung, Schuhe, Accessoires, Schmuck, Hardware, Tierhandlungen, Kunsthandwerk, Blumen, Gewürze, Nüsse, Lebensmittel und Restaurants. Wenn man nicht finden, was man innerhalb des Ben Thanh Markt findet, wird man es auch nicht wo anders in Ho Chi Minh Stadt finden.

Grundsätzlich gibt es keine Festpreise, sondern handeln wird hier erwaretet.

Wer sich mit den marktüblichen Preisen nicht auskennt, sollte deshalb vorsichtig sein. Gerade auch bei den Fälschungen z. B. von Uhren sollte man sich gut über Preise von Replicas auskennen. Die Vietnamesen kennen ihr Geschäft und wissen, dass es bei den Touristen viel zu holen gibt. Insgesamt ist der Markt sehr sehenswert. Es gibt unterschiedliche Bereiche, die eingeteilt sind in z. B. Obst-Bereich, Fleisch-Bereich usw. Die Gänge sind sehr schmal und man kommt mit den Verkäufern schnell ins Gespräch. Während des Tages sind alle Händler im Markt und Positionieren sich  auf der Innenseite des  Marktes. Am Abend – der Markt schließt um 18 Uhr – gehen die Händler nach draußen und bauen Ihre Stände außerhalb des Marktes auf.

Ein Besuch eines Marktes sollte auf jeden Fall auf dem Programm bei einem Saigon-Aufenthalt stehen.

 

 

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