Nha Trang

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14. März 2015 von Meeresbrise


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Nha Trang

Nha Trang ist eine Stadt in der vietnamesischen Provinz Khánh Hòa und ein beliebtes Ziel von Touristen.

Der Tourismus ist neben der Fischerei das bedeutendste und wirtschaftlichste Standbein der Stadt. Der Fischereihafen von Nha Trang im Norden der Stadt ist Heimat einer kleinen Fischfangflotte. Die Fischer fangen in der Nacht und kehren am Morgen zurück nach Nha Trang. Da Nha Trang im Einzugsbereich der herbstlichen Taifune liegt, muss der Fischfang in den Monaten Oktober bis November eingestellt werden.

Bereits beim Einlaufen in den Hafen von Nha Trang konnte man die viele Fischerboote sehen, die gerade vom Fischfang zurückkehrten.

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Die Kulisse beim Einlaufen versprach einen sehr schönen Tag. Das Wetter konnte nicht besser sein, die ersten Eindrücke dieser Stadt versprachen sehr viel. Von weitem konnten wir den langen Strand von Nha Trang bereits beim Einlaufen sehen. Auch kleine vorgelagerte Strände wiesen bereits darauf hin, dass die Stadt viel zu bieten hat.

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Der Hafen von Nha Trang ist sehr lebhaft. Viele Ausflugsboote tummeln sich am Ufer und warten auf ihre Passagiere. Unmittelbar am Ankerplatz der MS Volendam war ein kleiner Markt aufgebaut und wie in vielen Häfen, wurden wir von Einheimischen begrüßt.

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Bereits von Deutschland aus hatten wir einen Ausflug über Holland America Line gebucht, den wir aber während der Kreuzfahrt storniert hatten. Uns war bereits nach wenigen Tagen klar, dass es überhaupt kein Problem ist, direkt in den Häfen Ausflüge zu buchen, die deutlich günstiger waren, als die Preise von der Reederei. Teilweise gab es Preisunterschiede von 70 Prozent bei gleicher oder sogar besserer Leistung. So war es auch in Nha Trang. Das Hafentor war nur wenige Meter entfernt und dort warteten schon viel Taxifahrer. Noch während man auf dem Hafengelände ist, machen sich die Taxifahrer bemerkbar und bieten ihre Touren an. Erfahrungsgemäß ist es aber direkt am Hafen immer am teuersten, so auch in Nha Trang. Nach bereits nur 50 Metern sinken die Preise, man mag es kaum glauben. Wir buchten bei einem Taxifahrer eine Tour von 3 1/2 Stunden, er sollte uns die schönsten Sehenswürdigkeiten von Nha Trang zeigen.

Na Trang 5Nach wenigen Metern im Taxi konnte man erahnen, dass der Verkehr auch in Nha Trang nicht anders läuft, als in den anderen Städten. Es wimmelt von Motorrollern, die teilweise total überladen sind, egal ob mit irgendwelcher Ware oder mit viel zu vielen Personen. Überall das gleiche Bild.

Das Verrückte, der Verkehr scheint wunderbar zu funktionieren. In Deutschland wäre dies unvorstellbar.

Cham Türme

Auf einer Anhöhe (nach der Brücke links) wenn man von der City kommt, findet man die Cham Türme. Aus dem 12. Jh. sind die Bauwerke erhalten wie als ob sie erst einige Jahrzehnte alt wären. Ohne Mörtel wurden die Steine aufeinander geschichtet. Zuerst beeindruckt einen die Säulenhalle am Fuß des Hügels. An einigen Mauern findet man noch Sanskrit-Inschriften. Ein toller Blick bietet sich zurück auf den Hafen von Nha Trang und die Mündung des Cai-Flusses. Das Innere der Pagode darf man nur ohne Schuhe betreten und die Räume sind sehr klein und eng. Fotografieren ist hier fast unmöglich.

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Long Son Pagode

Als weiteres Highlight gilt sicherlich die Long Son Pagode mit ihrem liegenden Buddha und der großen Buddha-Statue oben auf dem Berg. Die Long-Sơn-Pagode ist ein buddhistischer Tempel.

Na Trang 6Der Tempel wird nebst dem Hai-Duc-Tempel als eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt angesehen. Die Pagode steht am Fuße des Berges Trại Thủy und befindet sich im Besitz des Phương Sơn. Die Long-Sơn-Pagode hatte früher den Namen Đăng Long Tự.

Ursprünglich wurde die Pagode auf einem anderen Berg errichtet. Erst nach einem starken Wirbelsturm im Jahre 1900 wurde der Tempel zerstört und musste von seinem ursprünglichen Berg an seine jetzige Position gebaut werden. 1936 wurde der Tempel zum Hauptquartier der Buddhist Studies Association der Khanh-Hoa-Provinz. 1968 wurde der Tempel erneut stark beschädigt. Durch den Vietnamkrieg wurden speziell die Dachziegel zerstört.

1971 organisierte Thích Thiện Bình ein Wiederaufbauprogramm, um den Tempel wiederherzustellen. Die Arbeiten wurden in Absprache mit dem Architekten Võ Đình Diệp durchgeführt und waren bereits zu 60 % fertig, als sie durch den Fall von Saigon und den Sieg der Kommunisten über Südvietnam unterbrochen wurden.

Wenn man den Berg über die Treppen erklimmen will, findet man gleich am Anfang links des Weges den liegenden Buddha, der über weitere Treppen zu erreichen ist.

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Im Tempel selbst, der am Fuße des Berges steht, wurde zu unserer Besuchszeit gerade eine Messe abgehalten. Die Frauen und Männer der Region waren zum Gebet gekommen. Sie trugen die gleichen Umhänge und gingen zum Anfang der Messe hintereinander durch den Tempel und sangen ihr Gebet. Es war sehr beeindruckend. Falls ihr an einem Sonntag in Nha Trang seit, solltet ihr am Vormittag diese Messe besuchen.

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Na Trang 9Der große Buddha auf dem Berg ist über weitere Treppen zu erreichen. Auf dem Weg nach oben trifft man, wie an vielen Tempelanlagen oder Cathedralen in diesen Ländern, auch die Bettler. Sie zeigen ihre Verstümmelungen und bitten – aber nicht aufdringlich – um eine kleine Spende. Oben angekommen dominiert der Buddha von seinem Thron und es ist ein beeindruckender Blick. Kleine Läden und Geschäfte zum Verweilen oder um seinen Getränkevorat aufzufüllen findet man ganz in der Nähe auf der Anhöhe. Auf dem Weg nach oben findet man auch einen kleinen Glockentempel. Ein Mönch lässt zur Messe und zum Gebet die Glocke mit einem großen Schwengel ertönen. Gegen ein kleines Trinkgeld lädt der Mönch die Besucher ein, sich während des Glockenschlages unter bzw. in  die Glocke zu setzen.

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Am Eingang der Tempelanlage bieten sich die einheimischen Studenten als Reiseführer an. Allerdings auch dies nicht kostenlos. Gleichzeitig werden Postkarten von der Anlage angeboten. Der Eintritt der Anlage ist kostenlos.

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Steinkathedrale oder Christ-Königs-Kathedrale

Nach der Besichtigung des Tempels und der Cham Türme fuhren wir zur Steinkathedrale von Nha Trang, welche auf einer kleinen Erhöhung (12 Meter) mitten im Stadtzentrum liegt. Da Sonntag war, wurde auch hier gerade eine Predigt abgehalten. Die Kathedrale war bis auf den letzten Platz gefüllt und selbst vor der Tür saßen die Menschen und hörten dem Gebet zu. Da bereits zu frühen Stunden des Tages schon hohe Temperaturen herrschten, waren alle Türen der Kathedrale geöffnet.

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Parkplatzmöglichkeiten bestehen direkt unten an der Kathedrale. Oben direkt vor den Toren finden wie überall in der Stadt die Motorroller ihren Platz.

Der offizielle Name dieser Kathedrale ist die Christ-Königs-Kathedrale, doch nennen die Bewohner sie nur einfach Steinkathedrale, Nha Trang oder Nga Sau Kathedrale. Häufiger wird der Name Bergkathedrale benutzt. Diese Steinkathedrale besitzt einzigartige Architektur, die vom französischen Stil stark beeinflusst wurde.

Na Trang 12Zur Verbreitung der Gedanke über schöne Lebensweise der katholischen Religion in Nha Trang hat der Priester Louis Vallet (1869 – 1945) die Kathedrale gebaut. Nach seinem Tod wurde sein Grab am Bergfuß der Kathedrale gelegt.

Am 3.9.1928 begann man mit dem Bau der Kathedrale auf einem kleinen Berg namens Bong Berg. Das ist auch der Grund für den Namen Bergkathedrale. Die Kathedrale wurde nach der Architektur der westlichen katholischen Kirche gebaut. Sie ist ähnlich wie die Kathedrale in Sapa und in einigen anderen Orten Vietnams. Ein hoher Glockenturm mit 3 kleinen Glocken

in der Mitte ist das erkennbare Merkmal der römisch-katholischen Kirchen.

Die Steinkathedrale ist bei Fotografen und Kameraleuten sehr beliebt. Ebenfalls wählen viele Liebespaare diesen Ort aus, um Hochzeitsfotos zu machen. Die Kathedrale öffnet jeden Tag der Woche von 8 Uhr und die Predigten werden am Morgen und Nachmittag gehalten.

Am Fuße der Steinkathedrale ist ein Urnenfriedhof. Dieser zieht sich um den kleinen Berg unterhalb der Kathedrale herum. Kleine Tafeln geben Aufschluss über die Toten, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Einige Gräber sind noch frei.

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Der Markt von Nha Trang

Was sicherlich in keinem Land oder keiner Stadt fehlen darf, ist ein Besuch eines traditionellen Marktes. Neben Lebensmitteln, Obst und Gemüse bot dieser Markt auch typisch vietnamesische Souvenirs an, aber auch (gefälschte) Uhren und Schmuck.

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Der Strand von Nha Trang

Nha Trang wird auch das Nizza von Vietnam genannt. Der Strand ist ca. 4 km lang. An der Uferpromenade reihen sich viele Verkaufstände, wo Einheimische Souvenirs verkaufen. Leider werden viele moderne Hotelkästen hochgezogen, was den Charme erheblich zu dämpfen droht. Nha Trang ist Vietnams meistbesuchter Badeort und liegt mitten an der zentralen Südküste, rund 450 Kilometer nordöstlich von Ho-Chi-Minh-Stadt. Der breite Sandstrand mit der Promenade erstreckt sich entlang der Innenstadt. Am Strand gibt es Liegen und fliegende Händler, die sogar Meeresfrüchte grillen.

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Da wir noch genügend Zeit hatten, bis das Schiff wieder ablegen sollte, genossen wir den Nachmittag am Strand. Vom Hafen sind es ca. 10 Minuten mit dem Taxi. Hier lohnt es sich zu handeln. Für die einfache Fahrt haben wir 5 US-Dollar bezahlt. Der Strand kann sich mit der Karibik in allem messen. Selbst in der Hochsaison – unsere Wintermonate – gab es keine Anzeichen von Überfüllung. Sauberes klares Wasser und feiner Sand. Taucher sollen gerade hier besonders auf ihre Kosten kommen, da es sehr viele Korallenarten gibt, die selbst nicht einmal die Karibik bietet.

Na Trang 18Die Uferpromenade ist sehr schön angelegt und sauber. Kleine Bänke geben die Möglichkeit sich auszuruhen und um die schöne Gegend zu genießen.

Gegenüber des Strandes befinden sich die Hotels und kleine Einkaufsstraßen. Da Sonntag und früher Nachmittag war, hatten viele Geschäfte noch geschlossen.

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Vinpearl – Seilbahn

Das Vinpearl Resort Nha Trang liegt an der privaten Bucht Nha Trang Bay. Bereits beim Einlaufen konnten wir den großen Schriftzug – ähnlich wie in Hollywood – in der Ferne Na Trang 20am Berg erkennen. Wir hatten bereits zu Hause im Internet gelesen, dass es die Möglichkeit gibt, von Nha Trang aus mit der Seilbahn auf diese Insel zu fahren. Die Seilbahn ging unmittelbar in Hafennähe los und überquert das Meer bis zur Insel. Der Blick von dort oben auf die MS Volendam im Hafen muss sehr schön sein.

Wir machten uns direkt vom Hafen aus auf den Weg und stellten schnell fest, dass die Abfahrt der Seilbahn doch nicht so nach am Hafen liegt. Ca. 20 Minuten Fußmarsch müsst ihr rechnen, wenn man zur Seilbahnstation gelangen möchte.

Auf dem Weg dort hin hatten wir einen tollen Blick auf den Hafen und der MS Volendam.

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Als wir dort ankamen mussten wir leider feststellen, dass die Überfahrt nur mit einem Aufenthalt in dem Freizeitpark verbunden war und somit die umgerechnet 25 € pro Person kostete.

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Wir entschieden uns diesen Preis nicht zu bezahlen, da wir uns vorgenommen hatten, später in Singapur mit der Seilbahn zu fahren, die ebenfalls über das Schiff schweben sollte (siehe später hierzu den Bericht Singapur).

In dem Freizeitpark soll es 2 Pools und 7 gastronomische Einrichtungen geben. Am 700 m langen Strand kann man zahlreiche Wassersportarten ausüben. Die Restaurants Orchid, Beachcomber und Lotus sind auf lokale, asiatische und internationale Küche spezialisiert.

Hafen Cang Nha Trang

Direkt am Hafen gibt es zwar kleine Geschäfte, aber es ist noch alles sehr einfach. Wer seine Getränkebar auf dem Schiff auffüllen möchte, findet hier genügend Möglichkeiten. Auch WLAN wurde dort kostenfrei angeboten. Die Straße am Hafen führt direkt in die Stadt und dem  Strand von Nha Trang. Allerdings ist die Strecke zu Fuß schon eine Herausforderung, da der Verkehr üblich wie in Vietnam sehr chaotisch ist. Der Strand bzw. die Innenstadt sind ca. 5 Km entfernt.

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Insel Hon Mieu – Fischerdorf

Beim Auslaufen – die Sonne ging gerade unter – konnten wir einen tollen Blick auf die Insel Hon Mieu werfen. Die Bewohner des kleinen Fischerdorfes ankern alle ihre Boote tagsüber dort in der Bucht, bevor es abends wieder hinaus aufs Meer geht.

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Nha Trang hat uns sehr gut gefallen. Die Stadt ist deutlich weiter entwickelt als z. B. Da Nang. Die Infrastruktur für den Tourismus ist gut ausgebaut und wir könnten uns vorstellen, hier einmal unseren Urlaub zu verbringen.

„Nha Trang – wie sehen uns wieder!“

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