Bangkok Tag 1 (Laem Chabang)

Hinterlasse einen Kommentar

14. März 2015 von Meeresbrise


Tag 1

An diesem Morgen erreichte die MS Volendam den Hafen von Laem Chabang, in dem sie bis zum nächsten Tag über Nacht liegen bleiben würde. Laem Chabang ist ca. 130 km von Bangkok entfernt und es handelt sich um einen sehr großen Industriehafen, z.B. Umschlagsplatz für Autos, die von hier aus in diverse Länder verschifft werden. Der Hafen ist so groß, dass man bei der Hafeneinfahrt das Schiff nicht liegen sehen kann, von daher ist es wichtig bei einem privat organisierten Ausflug, dass man sich von jemanden fahren lässt, der sich hier auskennt. Die MS Volendam bot an diesem Tag zwar auch einen Transfer nach Bangkok und zurück an, jedoch Bestand dann keine Möglichkeit über Nacht in Bangkok zu bleiben, um so die Zeit dort voll auszuschöpfen. Wir haben uns daher bereits von Deutschland aus für eine private Tour entschieden und da wir die kurze Zeit in Bangkok sinnvoll und effektiv planen wollten, haben wir uns für einen privaten Tourguide entschieden, welcher die Tour nach unseren Wünschen und mit dem bestmöglichen Zeitplan gestaltete. Wir buchten über den Travel Service Bangkok ein Komplettpaket: Transfer vom Hafen nach Bangkok sowie am Folgetag zurück, persönliche Tourbegleitung während des gesamten Aufenthaltes inkl. Verpflegung und Getränken, Eintrittsgeldern sowie einer Hotelübernachtung. Der Service war wirklich TOP und es hat alles einwandfrei geklappt, wir können diesen Anbieter nur empfehlen.

Pünktlich zur Ankunftszeit des Schiffes wurden wir um 11 Uhr vor dem Hafeneingang von unserem Guide, eine deutschsprachige Thailänderin und dem Fahrer abgeholt. Für die gesamte Zeit stand uns der Kleinblus inkl. Fahrer zur Verfügung. Dies hatte mehrere Vorteile: wir mussten die Distanzen in Bangkok nicht komplett zu Fuß zurück legen, was natürlich Zeit sparte, gleichzeitig bot dies auch zwischendurch immer eine kurze Erholungspause, weil man sich im klimatisierten Bus erfrischen und kurz erholen konnte. Uns wurden jedes Mal Erfrischungstücher angeboten, die bei der hohen Luftfeuchtigkeit in Bangkok sehr willkommen waren und Getränke standen auch immer bereit. Die Fahrt von Laem Chabang bis Bangkok dauerte ca. 2 Stunden und wir kamen staufrei durch. Die Fahrzeit sollte nie zu knapp geplant werden, wenn man sein Schiff nicht verpassen möchte, denn durch das hohe Verkehrsaufkommen können schnell Verzögerungen eintreten.

Wat Traimit

Unser erstes Ziel war der Tempel Wat Traimit mit seinem 5 Tonnen schweren Buddha. Der Buddha ist 700 Jahre alt und war ursprünglich eingegipst, um seinen wahren Wert, zu verschleiern. 1955 löste sich bei Bauarbeiten der Gipsmantel, so dass pures Gold zum Vorschein kam.

Wat Traimit

Hier im Tempel leben auch noch Mönche, die regelmäßig ihre Zeremonien abhalten. Wir hatten das Glück eine Zeremonie mit erleben zu dürfen. Darüber hinaus werden hier auch persönliche Amulette aus silber oder gold in Handarbeit nach einem bestimmten Ritual gefertigt, die man zu einem festgelegten Datum abholen kann.

Wat Traimit 2

China Town

China Town – eine Stadt in der Stadt, bunt, chaotisch, exotisch – einfach ein Muss. China Town beginnt direkt neben dem Tempel Wat Traimit, so dass wir von dort unsere Tour zu Fuß weiter fortsetzten.

DSC_4744

In China Town ist natürlich charakteristisch durch den bunten Schilderwald, den chinesischen Schriftzügen und dem Verkehr. Hier findet man all das, was man sonst nicht zu sehen kann. Dazu zählen auch Spezialitäten, die wir uns in Deutschland gar nicht vorstellen können, z.B. das Essen von Vogelnestern, je blutiger umso exklusiver und umso teurer. Blutig deswegen, weil der Vogel nach der 3. Brut verstirbt. Zunächst schlenderten wir entlang der Straße mit seinen vielen Garküchen und bunt gemischten Läden.

China Town 1

Der Markt war besonders interessant anzusehen: ganze Enten inklusive Kopf, lebende Krebse, deren Zangen fest gebunden waren, Früchte, Seegurken und noch einige viele anderen undefinierbaren Dinge gab es hier zu sehen. Definitiv eine ganz andere Welt, in die man hier eintaucht und ein Stück der chinesischen Kultur vermittelt.

China Town 2

Nach einem kleinen leckeren Mittagessen in einem chinesischen Restaurant – das wir zugegebener Maßen nicht eigeninitiativ aufgesucht hätten, wenn unsere thailändische Reiseführerin nicht dabei gewesen wäre – machten wir uns gestärkt auf den Weg zum Wat Pho.

Wat Pho

Wat Pho ist ein buddhistischer Tempel, welcher im Zentrum der Altstadt zu finden ist. Dieser entstand im 17. Jahrhundert und beherbergt den liegenden Buddha.

DSC_4858 Kopie

Die vergoldete Statue ist 45 Meter lang und 15 Meter hoch und gehört zu den Hauptattraktionen Bangkoks. Der Kopf ist auf die rechte Hand abgestützt, die linke liegt ausgestreckt an der linken Körperhälfte. Beide Füße liegen symmetrisch und parallel.

Wat Pho

Auf den Fußsohlen des liegenden Buddhas findet man die Glückssymbole. 108 Symbole sind als Perlmutt-Einlegearbeiten in die Fußsohlen eingearbeitet. Die Symbole des rechten Fußabdrucks finden sich spiegelbildlich in denen des linken wieder. Unter den 108 Symbolen befinden sich auch Abbildungen von Elefanten und Kinnari. Ein Kinnorn soll der Nachkomme eines Schwans und eines Menschen sein. Entsprechend findet man jene Wesen in der südostasiatischen Mythologie auch als Erscheinungen dargestellt, die halb Frau, halb Vogel sind. Ausgestattet mit dem Kopf, dem Torso und den Armen eines Menschen, zugleich aber mit den Flügeln, dem Schwanz und den Füße von Schwänen, stellen sie in ihrer weiblichen Form das traditionelle Symbol weiblicher Schönheit, Grazie und Vollendung dar. Der Elefant dagegen verkörpert das Symbol der thailändischen Nation. Elefanten werden in Thailand seit vielen Jahrhunderten verehrt.

IMG_7233 Kopie

Direkt hinter dem liegenden Buddha kann man sich 108 Münzen gegen Bezahlung ausgeben lassen und in die 108 Opferschalen werfen, die der Wand entlang aufgestellt sind. Dies soll dem Spender Glück bringen und den Mönchen wird damit der Lebensunterhalt gesichert.

Opferschale

Nach dem Besuch des Wat Pho wechselten wir die Flussseite (Chao-Phraya-Fluss) mittels einer kurzen Fahrt mit einem Khlongboot, welches zwischen den Flusseiten hin und her wechselt. Bei der kurzen Überfahrt kam auch gleich das nächste Ziel in Sicht:

Tempel der Morgenröte – Wat Arun

Wat Arun ist ein buddhistischer Tempel und liegt direkt am Chao-Phraya-Fluss. Derzeit wird der Tempel restauriert, so dass die ersten Türme leider bereits durch ein Gerüst umhüllt wurde.

DSC_4920 Kopie

Namensgeberin des Tempels war die indische Göttin Aruna, die Göttin der Morgenröte. Den Mittelpunkt vom Wat Arun bildet Phra Prang. Vier steile Treppen an den vier Seiten verbinden insgesamt vier Ebenen, auf denen der Phra Prang umrundet werden kann. Nach oben hin werden die Treppen immer steiler und man sollte hier zum einem keine Höhenangst haben und gut zu Fuß unterwegs sein, um den Phra Prang bis oben zu erklimmen.

Morgenröte

Auch die Parkanlage des Palastes ist sehr schön anzusehen. Bei Sonnenschein glitzert die Anlage in Gold und die ganzen Feinheiten des Palastes werden deutlich.

Morgenröte 2

Der Tempel entfaltet seine ganze Schönheit erst, wenn die Sonne hinter diesem untergeht. Wir haben uns daher vor unserer Reise erkundigt, von wo aus man den Sonnenuntergang am besten anschauen kann. Dazu überquerten wir erneut den Chao-Phraya-Fluss und suchten die Bar Amorosa auf.

Amorosa

Die Bar verfügt über eine Art Dachterrasse, von der aus man einen wunderschönen Blick auf dem Palast der Morgenröte und den Sonnenuntergang hat.

DSC_5015 Kopie

Asiatique the Riverfront

Nachdem wir uns kurz im Chatrium Riverside Hotel  erfrischt hatten, machten wir uns auf dem Weg zum Asiatique. Ein Markt, der sich in der Nähe des Hotels direkt am Chao-Phraya-Fluss befindet.

DSC_5153 Kopie

Asiatique verfügt über ein riesiges Arenal, wo Shopping, Essen gehen und Veranstaltungen vereint werden. Es handelt sich um einen Nachtmarkt. Der Stil der Warenhäuser in denen Geschäfte und Restaurants untergebracht sind, wurde dem Aussehen der Lagerhallen der East Asiatic Company von 1907 nachempfunden, die sich früher auf diesem Gelände befanden. In über 1.000 Shops findet man hier von traditioneller Handwerkskunst, über Möbel und Einrichtungsaccessoires, Kosmetik- und Wellnessprodukte, bis hin zu Kleidung und Naschereien alles, was das Herz begehrt. Über 40 Restaurants sorgen für das kulinarische Wohlbefinden. Auch ein Riesenrad befindet sich auf dem Gelände, von dem aus man entweder am Tag oder am Abend die Aussicht auf Bangkok und dem Chao-Phraya genießen kann.

Asiatique

Nach dem langen, schönen und ereignisreichen Tag ließen wir uns vom Asiatique mit einem Tuk Tuk zurück zum Hotel bringen. Wir waren aber doch etwas überrascht, als uns der Tuk Tuk-Fahrer zu einer Ping-pong-Bar bringen wollten und wir uns fragend anschauten. Aber als er von einer „Pussy-Bar“ sprach ahnten wir, was er wollte. Dies entsprach aber nun absolut nicht unserer Vorstellung von einem schönen Abend und wir freuten uns auf unser Hotel mit dem tollen Ausblick auf Bangkok.

DSC_5064 Kopie

Wir freuten uns bereits jetzt auf unseren 2. Tag in Bangkok, der weitere Highlights für uns Parat hielt.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Geben Sie Ihre e- mail-adresse ein. Verfolgen Sie dieser Blog und erhalten Sie Benachrichtigungen über neue Beiträge per e-mail.

neue Artikel

März 2015
M D M D F S S
« Feb    
 1
2345678
9101112131415
16171819202122
23242526272829
3031  

Blogbesucher

  • 140,110 Besucher
%d Bloggern gefällt das: