MSC Musica

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8. September 2013 von Meeresbrise


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Allgemeines:
Es ist das dritte Schiff dieser Reederei, auf dem wir gefahren sind. Die MSC Musica unterscheidet sich in der Bauart nicht von der MSC Magnifica (Link). Sie ist lediglich einige Jahre älter. Im Verhältnis zur Magnifica ist die Inneneinrichtung nicht ganz so modern und frisch, aber ansonsten bezüglich der Ausstattung absolut vergleichbar. Unsere Reise vom 25. August bis 01. September 2013 war so gut wie ausgebucht. Wie wir auf dem Schiff von unseren Tischnachbarn erfahren hatten, war die Reise davor von MSC so überbucht, dass einige Gäste auf unsere Reise umgebucht wurden. Da waren wir überrascht, dass es so etwas auch auf Kreuzfahrtschiffen gibt. An Bord waren überwiegend Italiener und Deutsche. Ansonsten waren alle anderen Nationalitäten vertreten, sogar Gäste aus Australien, die insgesamt 5 Wochen an Bord bleiben wollen (nach den Norwegischen Fjorden fährt die MSC Musica ein letztes Mal die Tour nach St. Petersburg/Stockholm, dann die Fahrt über Spanien/Portugal ins westliche Mittelmeer bis nach Venedig und anschließend ins östliche Mittelmeer).

Restaurants:
Die Bedien-Restaurants L´Oleandro und Le Maxim befinden sich auf Deck 5 und 6. Wir waren auf Deck 5 im L´Oleandro. Das Restaurant bot sehr wenig Platz und machte einen total überlaufenden Eindruck. Das lag sicherlich daran, dass das Schiff so gut wie ausgebucht war.

Bedien-RestaurantDie Speisen waren alle in Ordnung. Besonderheiten konnten wir nicht erkennen, aber es hat geschmeckt. Die Kellner waren aufmerksam, aber nicht aufdringlich. Der Service am Tisch hat nach unserer Auffassung gut geklappt.

Selbstbedienungsrestaurant:

Der Service im Selbstbedienungsrestaurant ließ mehr als zu wünschen übrig. Noch nie hatten wir uns auf einer Kreuzfahrt – und dies war unsere achte – beschweren müssen. Aber diesesmal überschritt es eine Grenze.

Unbenannt-2Das Personal war lustlos und unmotiviert. Die Tische wurde nicht abgeräumt, das ganze Restaurant machte einen sehr schmutzigen Eindruck. Die Tische waren von den Vornutzern so verklebt, dass selbst das Reinigen mit einer Serviette nicht genügte. Dies waren wir auf unseren anderen Kreuzfahrten von MSC so nicht gewohnt. Ganz im Gegenteil. Es schien so, als wenn das Personal müde war. Anstatt abzuräumen standen sie oft in Gruppen vor dem Buffet und versperrten somit auch noch den Zugang zu den Speisen. Insgesamt nicht befriedigend. Auch der Service für die Getränke im Selbstbedienungsrestaurant war schlecht. Man musste lange warten oder sich selbst einen Kellner suchen, den man dann an seinen Tisch zur Getränkeaufnahme aufgefordert hat. Besonders schlimm war es dann noch zu den Stoßzeiten. Das Chaos war dann perferkt.

Die Speisen, gerade am Abend, wenn man mal nicht im Bedienungsrestaurant essen wollte (z. B. weil das Auslaufen sich mit der Essenzeit überschnitten hat), waren sehr übersichtlich. Geschmacklich erinnerte alles eher an eine nicht befriedigende Kantine. Im Vergleich zu unseren anderen MSC-Reisen gab es hier erhebliche Abstriche. Wir hätten nicht gedacht, dass es solche Unterschiede innerhalb einer Reederei gibt. Schade, dass man so etwas nicht vorher weiß.

Tischzeiten im Bedienungsrestaurant:
Die erste Sitzung begann um 18.00 Uhr und dauerte bis ca. 20.00 Uhr. Die zweite Tischzeit begann um 20.30 Uhr.

Wir hatten bei der Reise die erste Tischzeit bereits gebucht, aber nach dem Einchecken auf unserer Bordkarte gesehen, dass dort die zweite Tischzeit vermerkt war. Die Rezeption erklärte uns, dass wir eine Umbuchung ab 17 Uhr im Restaurant vornehmen können. Dort bereits um 16.30 Uhr angekommen, stand eine riesen Schlange von Gästen, die das gleiche vor hatten wie wir. Wir hatten noch Glück und konnten auf die erste Tischzeit umbuchen.

myChoice Dining:
Wir waren überrascht, als wir auf dem Schiff die Möglichkeit der freien Tischzeit entdeckt haben. Bei der Buchung wurde uns das nicht angeboten. Also auch MSC bietet dies an. Sollten wir noch einmal mit dieser Reederei fahren, würden wir das sicherlich in Anspruch nehmen. Trotz der frei wählbaren Tischzeit muss man möglichst frühzeitig (einige Tage vorher) anmelden, wann man gern zum Essen kommen möchte. Dies ermöglicht aber flexibler zu sein, gerade wenn man abends das Auslaufen des Schiffes mit verfolgen möchte. Oft überschneiden sich die Essenszeiten mit den Zeiten des Auslaufens.

Unterhaltung/Shows:
Für die Unterhaltung der Passagiere wird – wie üblich auf Kreuzfahrtschiffen – mit den Shows im Teatro La Scala, mit Live-Musik in der Shaker Lounge und den neusten Hits in der Diskothek R32 gesorgt. Die Shows für die erste Tischzeit begannen um 21.00 Uhr. Für die zweite Tischzeit wurden die Shows vor dem Essen präsentiert, Beginn war 19.30 Uhr.

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Das Showprogramm war nicht aufregend, aber für ein Kreuzfahrtschiff angemessen. Viel Tanz und Gesang. Das Wellness-Spa mit Fitness-Center wurde von uns nicht genutzt.

Animationsprogramm/Bars:
In vielen Bars wird am Abend Live-Musik gespielt. Hier wurde für jeden Geschmack etwas angeboten.

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Das Animationsprogramm hat uns nicht angesprochen. Eher im Gegenteil. Wir fanden esteilweise sehr albern und uns hat es genervt. Das Animationsteam hat sich Mühe gegeben, aber es wirkte oft einfallslos und entsprach unseres Erachtens nicht dem Niveau einer Kreuzfahrt.

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Pools:
Auf dem Sonnendeck der MSC Musica befinden sich zwei große Außenpools. Ebenso sind zwei Kinderbecken und vier Jacuzzi an Bord untergebracht. 12Die Pools an Deck sollen für Entspannung und Spaß sorgen. Es wurde alles regelmäßig sauber gemacht und alles hat einen ordentlichen Eindruck auf uns gemacht. Wie auf allen Kreuzfahrtschiffen ist bei schönem Wetter kaum Platz an Deck und die Liegen waren schnell vergriffen.

Dank eines Hinweises eines Bloglesers haben wir noch den Hinweis bekommen, dass die baugleiche MSC Magnifica einen großen Vorteil hat: Das Schwimmbad kann bei Bedarf überdacht werden.

Shopping:
Bibliothek, Boutique, Duty Free Shop, Fotoservice, Fotoartikel, Friseur, Medizinisches Zentrum, Einkaufsarkaden; Reinigung / Wäscheservice.

Shops

Wie auf allen Schiffen wurde fleißig fotografiert. Schon bei der Einschiffung, wie man es ja so kennt, liefen die Fotografen herum und wollten einen vor irgendwelchen Fotowänden fotografieren. Auch abends beim Essen oder anschließend auf den Decks waren die Fotografen für die Fotoschüsse bereit. Am nächsten Tag konnte man sich die Fotos im Fotobereich ansehen und für viel Geld erwerben. Bestimmt eine schöne Erinnerung für den einen oder anderen, der nicht selber fotografieren kann. Allerdings ist die Qualität der Bilder eher mangelhaft und steht in keinem Verhältnis zu den Preisen. Dies ist aber nicht nur auf der MSC so, sondern diesen Eindruck hatten wir bisher auf allen Schiffen.

Fotogalerie

Rezeption, Arzt, Hospital:
An der Rezeption wurde von mehreren Mitarbeitern deutsch gesprochen. Ein Bordhospital für medizinische Notfälle ist an Bord der MSC Musica vorhanden.

Öffentliche Bereiche (Ausschiffung):
Unglücklich war, dass am Tag der Ausschiffung in Kiel die Passagiere bereits um 7 Uhr morgens ihre Kabinen verlassen mussten. Die Ausschiffung begann aber erst um 8.30 Uhr, so das viele Gäste – je nach Farbe des Kofferbandes noch Stunden auf dem Schiff verbringen mussten. Die öffentlichen Toiletten wurden an diesem Tag leider nicht gereinigt, so dass schon nach kurzer Zeit die Verschmutzung in einem unerträglichen Zustand waren. Nicht einmal Toilettenpapier war vorhanden. Ansonsten waren die Räume stylisch gut ausgestattet.

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Rauchen an Bord:
Das Rauchen ist auf dem Kreuzfahrtschiff nur in den gekennzeichneten öffentlichen Bereichen sowie auf den privaten Balkons erlaubt.

Menschen mit Behinderungen:
Die MSC Musica ist mit mehreren behindertengerecht eingerichteten Kabinen und Suiten ausgestattet.

Internet an Bord:
Die Möglichkeit ins Internet zu gehen besteht über das Internet-Cafe (kostenpflichtig, links im Bild).

235Alternativ über ein WLAN-Paket, welches man an der Rezeption erwerben kann. Wir hatten für 19 € ein WLAN-Paket mit 140 Min. gebucht. Der Empfang funktionierte auf dem ganzen Schiff, auch auf der Kabine. Nur als wir in den Norwegischen Fjorden waren, war der Empfang eingeschränkt. Hier hatte das Schiff sicherlich keinen Satellitenempfang.

Kabine 10112:

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Wir hatten eine Innenkabine auf Deck 10 und diese lag ungefähr in der Mitte des Schiffes. Wir hatten keine Motorengeräusche oder andere Geräuschbelästigungen. Der Zugang war von einem kleinen Seitenflur, der von den langen Gängen abzweigte. Sie entsprach den typischen Innenkabinen und verfügte über eine Minibar und einem Flachbildschirm.

Unbenannt-3Einige deutsche Fernsehprogramme wie ARD, ZDF und Pro 7 wurden angeboten. Da es sich um alte Fernsehgeräte handelte, war das Programm im Vgl. zu anderen Schiffen mit Aussetzern und Verzögerungen durchsetzt.

Gesamtfazit:
Wir hatten auf unseren Reisen mit der MSC Lirica und MSC Magnifica gute Erfahrungen gesammelt und konnten die negativen Berichte im Internet gar nicht verstehen. Aber seit der Reise mit der MSC Musica hat sich unsere Meinung geändert. Sicherlich muss man insgesamt das Preis-/Leistungsverhältnis betrachten. Für den von uns bezahlten Preis hätten wir aber auch andere Reedereien buchen können, bei denen wir auch gute Erfahrungen gemacht haben. Die Reise bzw. Route hat uns sehr gut gefallen, da hatte MSC etwas Gutes ausgesucht. Dennoch werden wir wohl vorerst keine neue Reise mit MSC buchen, es sei denn, dass uns eine Route und das Preis-/Leistungsverhältnis überzeugt. Für nicht viel mehr Geld kann man aber auch AIDA oder andere Reedereien buchen. Uns wäre diese Investition die Sache wert.

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2 Kommentare zu “MSC Musica

  1. Peter sagt:

    Obwohl die Musica und die Magnifica in der Tat vergleichbar sind, hat die Magnifica den großen Vorteil eines überdachten Schwimmbads!!!

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