Santorin

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6. November 2012 von Meeresbrise


Santorin – wohl die schönste Insel Griechenlands. Wir hatten viel davon gehört und wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir uns extra diese Tour ausgesucht, weil Santorin dabei war.

Die Eindrücke dieser Insel sind atemberaubend. Für uns ein Muss, wenn man in dieser Gegend eine Kreuzfahrt unternehmen möchte. Mit Abstand hat uns diese Insel am Besten gefallen, auch wenn es andere schöne Inseln, wie z. B. Mykonos oder Kos gibt.

In diesem Artikel werdet Ihr folgende Informatationen erhalten:

Eselpfad oder Seilbahn
– der Ort Fira
– der Ort Oia.

Die Kreuzfahrtschiffe legen unterhalb des Ortes Fira an.

Nur wer im Vorfeld Ausflüge gebucht hat, geht etwas eher von Bord. Die Kreuzfahrtschiffe lassen die Ausflugs-Passagiere in Tenderboote schon beim Einfahren in den großen Krater von Bord. Dann fahren die Schiffe langsam weiter der Küste entlang bis vor den Ort Fira. Der Ort selbst liegt oben auf dem Berg.

Es gibt zwei Möglichkeiten nach oben zu kommen:

Eselpfad oder Seilbahn

Wir sagen gleich, dass man sich das sehr gut überlegen sollte. Wir hatten vorher viel gelesen und waren der Meinung, dass wir eine Strecke ruhig diesen Weg nutzen sollten. Als wir angekommen waren und den Aufstieg gesehen haben, stand für uns fest, dass wir den Weg nach oben die Seilbahn nutzen werden und wir uns für den Abstieg den Eselpfad aufheben wollten.

Die Fahrt mt der Seilbahn ist zwar steil, aber ungefährlich. Wenn man erst einmal bis zur Seilbahnstation vorgedrungen ist, hat man es ja auch schon fast geschafft. Es gibt sehr sehr lange Schlangen und entsprechende Wartezeiten, gerade, wenn meherere Schiffe eingelaufen sind. Es kann schon mal vorkommen, dass bis zu 10 Kreuzfahrtschiffe an einem Tag Santorin anlaufen. Als wir auf der Insel waren, haben 6 Kreuzfahrtschiffe angelegt. Man kann sich schnell ausrechnen, wie viele Personen von dieser Anzahl Schiffe dann die Insel erobern wollen und wie lange Wartezeiten an einer Seilbahn entstehen.

Da wir eines der ersten Kreuzfahrtschiffe waren und wir mit als erstes von Bord gegangen sind, hielt sich unsere Wartezeit mit ca. 15 Minuten absolut in Grenzen. Der Geruch des Eselpfads war bereits hier deutlich wahrzunehmen.

Als wir den Rückweg antreten wollten, haben wir schon oben im Ort Fira die lange Schlange zur Seilbahn gesehen. Da es sehr heiß war und wir uns dort nicht in der Sonne anstellen wollten, haben wir an unserer Überlegung – für den Rückweg den Eselpfad zu nehmen – festgehalten. Aber das sollten wir bereuen.

Der Eselpfad ist sehr gefährlich, da die Esel in Gruppen von Ihren Führern den Pfad hoch und runter getrieben werden. Alles geht dort im Galopp und auf „sparsame“ Touristen, die den Preis für die Seilbahn sparen wollten, wird keine Rücksicht genommen. Die Tiere rennen die Leute um, wenn man nicht schnell genug zur Seite springt. Der Abstieg dauert sehr lange, da der Pfad aus Kopfsteinplaster besteht und durch den Kot der Esel total verschmiert und damit rutschig ist. Der Gestand ist erbärmlich, aber erstunken ist ja noch keiner.

Direkt vor uns ist eine ältere Dame böse gestürtzt und hat sich verletzt. Wahrscheinlich war das Handgelenk gebrochen und aus einer offenen Wunde lief das Blut. Unser Tischnachbar vom Schiff ist ebenfalls ausgerutscht und hingefallen und hat dabei seinen Fotoapperat fallen lassen, der dann auch noch kaputt war.

Der Abstieg hat ewig gedauert und war sehr anstregend, weil man ständig den Tieren ausweichen musste und selbst dann, haben die Esel einen an die Mauer gedrückt. Die Eseltreiber jagen die Tiere wie die Wilden den Pfad herauf und wieder herunter. Allein aus Tierschutzgründen sollten die Touristen dies lieber nicht nutzen. Es ist weder für Mensch noch für den Esel ein Vergnügen, bei 40 Grad diese Stufen zu laufen.

(Foto: Glücklich sieht anders aus!)

Für uns steht fest, dass wir diesen Pfad nie wieder nutzen werden.

Fira – Santorin

Fira, die Hauptstadt der Insel. Am Ufer dieses Ortes ankern die Kreuzfahrtschiffe. Von dort aus beginnt entweder der Aufstieg über den Eselpad oder die Fahrt per Seilbahn. Oben angekommen trifft man gleich auf die ersten Souveniergeschäfte. Hinter den kleinen Gassen befindet sich die Hauptstraße durch den Ort, die klein und schmal und voller Autos und Busse ist. Von hier oben hat man allerdings den schönsten Blick ins Tal und auf die ankernden Schiffe.

Wenn man auf dem Rückweg gern den Eselpad nutzen möchte, muss man sich den Gerüchen nach orientieren, wir garantieren, Ihr werdet es nicht verfehlen. Ansonsten ist dieses Örtchen schön zum Bummeln durch die kleinen Gassen. Für die Rückfahrt mit der Seilbahn solltet Ihr genügend Zeit einplanen. Die Schiffe warten nicht und es kann schon mal bis zu 1 1/2 Stunden dauern, bis man dran ist.

Zu empfehlen ist auf jeden Fall ein Aufenthalt in einem der vielen Restaurants, die einem einen direkten Blick aufs Meer garantieren. Die Preise sind allerdings auch entsprechend, aber wir empfehlen es trotzdem. Ein Platz auf dem Balkon gehört sicherlich zu den schönsten Plätzen, die man sich vorstellen kann.

Hier entstehen sicherlich auch die schönsten Fotos und man sollte genügend Platz auf der Speicherkarte haben.

Oia – Santorin

Wer einmal auf Santorin ist, sollte unbedingt in diesen Ort fahren. Die Verbindungen von Fira nach Oia sind sehr gut, ggf. auch mit dem Taxi. Die einfache Fahrt mit dem Taxi kostet 20 €, mit dem Bus (Direkteverbindung) pro Person 1 €. Achten Sie auf diese Busse mit dem Schild „Local“.

Die Möglichkeiten einer Autoanmietung bestehen auch, aber man sollte wissen, dass es auf Santorin sehr wenige Parkplatzmöglichkeiten bestehen und die Straße alle überlastet sind, gerade dann, wenn Kreuzfahrtschiffe angekommen sind.

Der Ort Oia ist durch seine schönen weißen Häuser mit blauen Dächern bekannt. Das Treiben durch die Gassen ist ein Muss für jeden Besucher.

Trotz regen Treibens finden nicht nur die Tiere ein ruhiges Plätzchen.

Wenn das Wetter schön ist, empfielt es sich genügend zu trinken mitzunehmen. Es gibt zwar hier und da kleine Kioske, aber die sind teilweise versteckt. Noch schwieriger ist es die öffentlichen Toiletten zu finden. An allen Restaurants und Lokalen steht schon am Eingang das Schild, dass die Toiletten nur von den Gästen besucht werden dürfen. Deshalb hier unser Tipp: Die öffentlichen Toiletten sind schwer zu finden. Richtet Euch nach diesem Turm, er ist in dem Ort nicht zu übersehen. Genau an diesem Turm findet Ihr auch die öffentlichen Toiletten.

Von diesem Ort hat man einen sehr schönen Blick über die Insel und die Ortschaften.


Die Bilder können die Eindrücke nicht wieder geben, man muss es einfach selbst erlebt haben.

Auch jetzt, als wir diesen Artikel geschrieben haben, sind wir uns sicher, dass wir noch einmal auf diese Insel müssen. Die Eindrücke waren atemberaubend schön. Wir wünschen allen, die diese Insel besuchen, dass sie auch so schönes Wetter haben wie wir hatten. Allerdings muss es nicht unbedingt 40 Grad sein, aber blauer Himmel gehört bei dieser Insel einfach dazu.

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5 Kommentare zu “Santorin

  1. André sagt:

    Also die Kamera hat es mit ein paar Macken doch bis heute überlebt und freut sich schon auf die große Nordmeerkreuzfahrt im Juli 🙂

    Den Eselspfad sollte man, zumindest zu Fuß, auf jeden Fall meiden. Wenn dort zwei Eselgruppen aufeinander treffen, wird es schon verdammt eng. Außerdem kann man seine Schuhe danach erst einmal desinfizieren.

  2. Gudrun Preuss sagt:

    Den Eselspfad sollte man auf keinen Fall benutzen!!!!!!!!! Es sollte diese Tierquälerei nicht unterstützt werden. Die armen Tieren wurde rauf und runter gehetzt ohne Pause mit viel zu viel Gewicht auf dem Rücken. Wir befürchteten, dass die Tiere direkt vor uns zusammenbrechen würden. Schweißüberdeckt, zitternd und keuchend liefen sie uns uns vorbei und wir mussten teilweise auf die Mauer oder in Einbuchtungen springen, damit unsere Füße nicht zerstrampelt werdern. Die Eseltreiber schrien uns an und wir waren nur noch wütend über diese Zustände.

  3. germanicus84 sagt:

    Wir sind im Juli in Santorin und wollten eigentlich, um das Schlangestehen zu vermeiden, zu Fuß hoch. Doch nachdem ich das jetzt hier so lese, glaube ich, dass wir den Plan nocheinmal überdenken müssen. Mir tun alleine schon die Tiere Leid!

    • Meeresbrise sagt:

      Was wir gesehen und erlebt haben, ist leider wirklich Tierquälerei. Leider stehen die Tiere den ganzen Tag dort in der Hitze, es gab keinen Schattenplatz. Wenn ein Tier dann schon vor Erschöpfung seinen Kopf an die Mauer lehnt, spricht das Bände… Aber ansonsten könnt ihr Euch auf Santorini freuen, es ist wirklich eine sehr schöne Insel und das Örtchen Oia hat uns sehr gut gefallen.

  4. M.S sagt:

    Ich hasse die Leute die auf den Eseln runter oder hoch reiten,die Esel die nicht mehr gebraucht werden ,werden einfach mit auf das Meer genommen und ins Wasser geschmissen oder die Klippen herunter geschmissen,ich habe im Tierheim auf santorin ganz viele Esel gesehen die gerettet worden sind und die lieben Tiere sind in einem ganz schlechtem Zustand!!!

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