Splendour of the Seas

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20. Mai 2012 von Meeresbrise


Die Splendour of the Seas ist eines der kleineren Schiffe von Royal Caribbean mit 1804 Passagieren. Das Schiff wurde im Jahr 1996 erbaut und im Jahr 2011 renoviert. Insofern waren wir gespannt auf dieses Schiff – auch im Vergleich zur Brilliance of the Seas, mit welcher wir im letzten Jahr gereist sind.

Der erste Eindruck

Unser erster Eindruck vom Schiff war auf jeden Fall positiv. Schnell war im direkten Vergleich an Dock erkennbar, dass es sich bei dem Schiff aufgrund seiner Größe um ein überschaubares Schiff handelt, da es bereits von außen kleiner wirkte als andere im Hafen liegende Schiffe wie z.B. die MSC Magnifica.

Die Größe des Schiffes hat sowohl Vorteile als auch Nachteile. Insgesamt ist das Schiff natürlich sehr überschaubar, so dass man sich schnell zu Recht findet und sich einen guten Überblick verschaffen kann. Auch ist die Passagierzahl angenehm, da das Schiff zu keiner Zeit „überlaufen“ wirkte oder man sich irgendwo eingeengt gefühlt hätte. Insgesamt wirkte das Schiff „familiär“.

Das Unterhaltungsprogramm

Nachteil des kleineren Schiffes war auf jeden Fall das Unterhaltungsprogramm. Hier gab es leider nicht so viele unterschiedliche Aktionen die angeboten worden und auch das Abendprogramm war unsere Meinung nach schlechter und nicht so unterhaltsam wie z.B. auf der Brilliance of the Seas im vergangenen Jahr. Das Programm schien uns eher auf älteres Publikum ausgelegt zu sein, als dass es auch Publikum jüngeren und mittleren Alters angesprochen hätte.

Wir selber sind zwar auch keine Fans von Animateuren, jedoch muss man sagen, dass diese auf dem Schiff höchst selten anzutreffen waren. Oftmals stimmte bei Auftritten dann auch das Timing nicht. Es wurden z.B. Poolparties mit Musik beim Auslaufen des Schiffes angeboten – allerdings waren diese Auftritte noch vor Auslaufen des Schiffes beendet – obwohl mehrfach anders angekündigt.

Das Abendprogramm im Theater traf auf dieser Reise leider auch nicht unseren Geschmack, teilweise wirkte das Programm eher amateurhaft als professionell und es wurden im Zentrum des Schiffes (z.B. an zwei aufeinanderfolgenden Abenden) das gleiche Programm vorgeführt – das hätte man besser planen können.

Zwar sollte man ein Clubschiff wie die AidaSol nicht direkt mit einem Schiff von Royal Caribbean vergleichen, da beide Reedereien unterschiedliche Konzepte haben. Dennoch erlauben wir uns den Hinweis, dass das Unterhaltungsprogramm auf der Aida besser geplant war und auch eine viel größere Vielfalt geboten worden ist. Beispielsweise wurden auf der AIDA Shows im Atrium angeboten, die jeweils eine halbe Stunde dauerten, dazwischen kleine Pausen. Jede Show war eine andere, so dass auch für jeden Geschmack etwas dabei war. Hier konnte man sich im Vorfeld die Show aussuchen, die man besuchen wollte und ist nur zu dieser hin gegangen (höhere Flexibilität). Auch wurden auf der Aida viel mehr Tanzmöglichkeiten in unterschiedlichen Location gebeten: auf dem Pooldeck oder in einer der Bars. Damit wurde auch erreicht, dass sich die Tänzer nicht wie auf einem Präsentierteller fühlten, wie es auf der Splendour leider der Fall war. Tanzmöglichkeiten gab es nur im Zentrum des Schiffes, immer zu sehr ähnlicher Musik. Die Folge war, dass sich kaum jemand auf die ohnehin begrenzte Tanzfläche traute, da alle Augen von den innenliegenden Decks aus dorthin gerichtet wurde – das nimmt leider vielen den Spaß an der Sache.

Zustand des Schiffes

Als sehr positiv zu bewerten ist die Sauberkeit des Schiffes als auch der Zustand des Schiffes. Es wurde teilweise Renovierungen vorgenommen, wie z.B. die Ausstattung der Kabinen mit Flachbildschirmen, die Renovierung der Bäder, die Ausstattung der öffentlichen Deckbereiche mit interaktiven Bildschirmen, an denen man sich jederzeit anzeigen lassen konnte, wo man sich befand und wie der Weg zu einem bestimmten Punkt des Schiffes ist. Des Weiteren konnte man sich hierrüber auch über sämtliche Restaurants und deren Angebot informieren.

Die in der Presse bereits angekündigten iPads zur Nutzung der Passagiere standen (noch) nicht zur Verfügung, hierzu gab es vor Ort auch keinerlei öffentliche Informationen.

Die Kabine

Aufgrund eines kostenlosen Upgrades kamen wir in den Genuss einer Außenkabine. Diese wirkte großzügig, gepflegt und sauber. Durch das große Fenster war es natürlich angenehm, die schöne Landschaft vorbei ziehen zu sehen oder auch morgens – ohne Nutzung des Fernsehers – sehen zu können, wie das Wetter ist (wobei die übertragende Kamera auf dem Fernseher immer etwas trüb aussah und nicht wirklich Auskunft über die tatsächlichen Wetterbedingungen gegeben hat). Von daher haben wir uns natürlich über das Upgrade der Außenkabine gefreut und werden sicherlich auch bei künftigen Schiffsreisen bei einem stimmigen Preis-/Leistungsverhältnis eine Außenkabine bevorzugen.

Das Badezimmer war angenehm ausgestattet mit ausreichend Unterbringungs-möglichkeiten für Kosmetika. Leider wurde bei der Renovierung keine feste Duschwand eingebaut – so wie es z.B. auf der AIDASol der Fall ist – sondern wieder ein Duschvorhang angebracht. Man kann zwar damit Leben, keine Frage, aber angenehmer ist eine Duschwand schon.

Großer Nachteil in der Kabine war die Unterbringung der Kleidung. Zwar war auch hier wieder ein großer Kleiderschrank vorhanden, allerdings nur mit Aufhängemöglichkeiten und nicht mit zusätzlichen Ablagefächern. Die Anzahl der Kleiderbügel und auch die mitgebrachte Kleidung hätte nicht ausgereicht, dort komplett aufgehängt werden zu können (auch wenn man Kleiderbügel sicher hätte nachbeordern können). Daher musste die Kleidung teilweise in zu kleinen und schwergängigen Schubladen untergebracht werden. Dies war im Vergleich zu den anderen beiden Schiffen, auf denen wir gereist sind, leider nicht so gut gelöst. Jedoch alles Dinge, mit denen man grds. Leben kann, die einem aber auffallen, wenn man direkte Vergleiche ziehen kann.

Die Restaurants

Gefrühstückt haben wir sowohl im Windjammer-Restaurant als auch im Hauptrestaurant „King and I“. Dies haben wir immer abhängig von den Ankunftszeiten und unseren geplanten Ausflügen gemacht. Gern wären wir öfters im King and I frühstücken gegangen, dort muss man jedoch durch das Bedient werden mehr Zeit einplanen und manchmal haben wir dann doch lieber eine halbe Std. länger geschlafen als zu nachtschlafender Zeit aufstehen zu müssen.

Das Frühstück im King and I war gut und die Speisen, wie z.B. die bestellten Omletts, haben gut geschmeckt. Ausreichend Auswahl war grds. ebenfalls vorhanden, nur die Auswahl an Wurstwaren ließ etwas zu wünschen übrig. Der Service war wie erwartet beim Frühstück, gut und besser organisiert als zu den Abendmahlzeiten. Vorteil des Frühstücks im Hauptrestaurant ist, dass hier eine ruhige und angenehme Atmosphäre herrschte.

Das Frühstück im Windjammer-Restaurant war in Ordnung, auch hier für jeden Geschmack etwas dabei, allerdings auch nichts Besonderes. Das Restaurant selbst hat eher den Charme einer Kantine als eines Restaurants, dieses könnte grds. gemütlicher gestaltet werden. Hier hat man leider versucht auf engen Platz sehr viele Tische und Stühle unterzubringen, so dass man sich zu den Tresen doch oftmals durchschlängeln musste und nicht so gemütlich sitzen konnte.

Das Abendessen haben wir immer im King an I eingenommen. Wir hatten als Option „My time Dining“ gewählt. Als Tipp für andere Kreuzfahrer, die ebenfalls diese Option wählen, können wir mit auf dem Weg gehen, dass der Tisch entweder bereits im Vorfeld online reserviert werden sollte oder sofort für alle Tage der Reise spätestens direkt nach der Einschiffung. Andernfalls trifft einen das Pech, das man eben nicht „My time Dining“ essen gehen kann sondern auch mal länger auf einen Tisch warten muss. Aufgrund dieser Erfahrung haben wir die nächsten Tage komplett durch reserviert, was wir uns eigentlich wegen unserer Landausflüge offen und flexibel halten wollten, weswegen wir überhaupt die Option „My time Dining“ gewählt hatten. Grds. finden wir die Möglichkeit dieser Option gut, man muss jedoch einplanen, dass man nicht ganz so flexibel sein kann, wie evtl. gewünscht. Des Weiteren sollte man wissen, dass man bei der Option „My time Dining“ immer an einem anderen Tisch sitzt und man damit auch häufigen Kellnerwechsel hat. Dies empfanden wir damit leider als etwas unpersönlich.

Das Essen im King and I war jederzeit gut, es gab jeden Tag ca. 6 Vorspeisen zur Auswahl. Als Hauptgericht gab es – neben einer täglichen Empfehlung des Chefkochs – eine Auswahl an ca. 4-5 Hauptspeisen. Angeboten wurden auch Alternativen für Vegetarier. Bei der Nachspeise standen ebenfalls mehrere Gerichte zur Auswahl. Die Speisen waren alle gut, nach einer Woche auf dem Schiff freut man sich trotzdem wieder einmal etwas anderes Essen zu können um einen anderen Geschmack zu erhalten. Empfehlen können wir auf jeden Fall den Cesar Salat, der als Vorspeise angeboten wird, dieser ist sehr lecker. Das Personal war jederzeit freundlich, leider aber auch teilweise sehr hektisch und etwas unorganisiert. Häufiger haben wir erlebt, dass Passagiere zu ihren Tischen kamen, die in Windeseile neu eingedeckt wurden und bei Eintreffen der Gäste noch nicht komplett fertig waren – obwohl dieser Tisch vorher, wie wir beobachten konnten – bereits 15 Minuten unbesetzt war. Dies hätte vom Personal besser organisiert werden können.

Die Bezahl-Restaurants haben wir auf dieser Reise nicht genutzt, so dass wir hier keine Bewertung abgeben können.

Das Sonnendeck

Das Sonnendeck ist ähnlich wie auf den anderen Royal-Caribbean-Schiffen gestaltet, es ist ein Außen- und ein Innenpool vorhanden. Ausreichend Liegen sind ebenfalls vorhanden, so dass niemand Angst haben musste, keinen Platz zu ergattern. Allerdings war es teilweise sehr windig auf dieser Reise, so dass das obere Deck nur an besonders windgeschützten Bereichen genutzt werden konnte – da musste man also schnell sein.

„Liegen-Blockierer“ haben wir auf dieser Reise dennoch nicht angetroffen. Als Tipp für Royal Caribbean konnten wir nur mit auf dem Weg gehen, einmal die Sonnenliegen auszutauschen. Diese waren teilweise doch schon sehr mitgenommen und durchgesessen. Hier hätten wir bei der Renovierung eine Verbesserung erwartet.

Fazit

Die Splendour of the Seas ist ein gutes, angenehmes, sauberes und schönes Schiff, welches wir trotz ein paar Abstriche auch bei stimmigen Preis-Leistungsverhältnis wieder buchen würden und was wir anderen Passagieren grds. empfehlen können. Wir haben uns jederzeit dort wohl  gefühlt. Wer es etwas jugendlicher, frischer , moderner und unterhaltsamer mag und hier auch einen großen Schwerpunkt für seine Reise drauf legt, sollte unserer Meinung nach jedoch ein anderes Schiff für sich auswählen.

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