Die Westküste Mallorcas

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30. April 2011 von Meeresbrise


Ein weiteres Ausflugsziel unserer Reise war die Westküste Mallorcas. Besucht haben wir hier Santa Ponca, Port d´Andratx, Sant Elm, die Bergküste hinauf nach Valldemossa und weiter bis Port de Sóller.

Die Fahrt entlang der Westküste haben wir uns auf zwei Tage aufgeteilt. So war es uns möglich, die vielen Eindrücke in Ruhe genießen zu können und am Abend einer der schönsten Sonnenuntergänge in Sant Elm bewundern zu können. Ganz bewusst sind wir die Bergstraße entlang gefahren, um auch die herrlichen Blicke aufs Meer und die Bergwelt nicht zu versäumen.

Los ging es zunächst von der Playa del Palma noch einmal über die Cala Mago, wo es uns am Vortag so gut gefallen hat. Nach einer kleinen Strandpause haben wir uns auf den Weg nach Santa Ponca gemacht und waren zunächst einmal über die Größe des Ortes überrascht, da wir bisher dachten, dass es sich ebenfalls um einen kleineren Ort handelt. Santa Ponca schlängelt sich um eine Bucht und wenn man die Ortschaft hinauf fährt, kann man von hier aus einen wunderschönen Blick in die Bucht genießen. Im Hafen von Santa Ponca liegen sehr viele kleine Schiffe, ein Sandstrand in der Bucht lädt zum Verweilen ein.

Der Ort zeichnet sich ebenfalls durch sehr viele Hotels aus, die sich rings um die Bucht an die Hänge gereiht haben. Der Zahn der Zeit lässt jedoch bereits das Alter der Hotels erkennen und die Anzahl weist auf eine Touristenhochburg in der Hauptsaison hin. Wer Urlaub im „ursprünglichen“ Mallorca machen möchte, sollte sich lieber einen kleinen Ort oder eine verträumte Finca suchen, denn für diesen Personenkreis ist Santa Ponca nicht geschaffen. Santa Ponca lädt jedoch auch Tennis-Begeisterte ein, da es hier ein Tenniszentrum gibt.

Weiter ging es von Santa Ponca nach Port d´Andratx, das Reich der „Schickeria“. Empfehlen können wir hier, einfach mal in eine der vielen kleinen Nebenstraßen den Berg hinauf zu fahren. Oben angekommen, hat man einen wunderschönen Blick auf die Bucht von Port d´Andratx, in welcher unzählige kleine Boote und kleine bis große Yachten liegen.

Eine hübsche Promenade mit Cafés und Restaurants zieht sich an der Südostecke entlang, wo auch ein kleines Zentrum mit Einkaufsmöglichkeiten liegt. Das nötige Kleingeld sollte man hier jedoch verfügbar haben, um sich das ein oder andere Designerteil an Mode oder Möbel leisten zu können.  Da es in Port d´Andratx so gut wie keinen Strand gibt, findet man hier nicht den üblichen Badetourismus. Aufgrund dessen gibt es hier auch nur ein kleines Hotelangebot. Vielmehr zeichnet sich der Ort durch die vielen teuren Villen aus, die in die Felswände gebaut werden und den Bewohnern einen herrlichen Blick auf das Meer und die Küste bieten.

Zum Abend hin fuhren wir nach Sant Elm, ein Ort, an den man eines der schönsten Sonnenuntergänge der Insel erleben kann.

Sant Elm liegt in einer kleinen malerischen Bucht und markiert die Westspitze Mallorcas. Der Ort verdankt seinen Reiz nicht nur der noch immer dichten Bewaldung der Steil ins Meer fallenden Serra del Norte als auch durch den Blick auf die lang gestreckte Insel Sa Dragonera.

Sant Elm gehört zu einem der ruhigeren Orte Mallorcas, da es hier auch nur drei Hotels gibt. Allerdings ist die Anzahl der Ferienwohnungen in den letzten Jahren gestiegen, so dass es im Hochsommer doch eng am Strand werden kann. Der Ort eignet sich für einen beschaulichen Bade- oder Wanderurlaub. Verlebt man hier seinen Urlaub, sollte man sich jedoch einen Mietwagen nehmen, da die Anbindung der öffentlichen Verkehrsmittel eher dürftig ausfällt.

Die Bergstraße schlängelt sich durch teilweise enge Serpentinen entlang der Felswände des Tramuntana-Gebirges und legt einen wunderschönen Blick auf die Küste sowohl nach Norden als auch nach Süden frei.

Da man sich hier auf einer Höhe bis zu 1400 Metern befindet, wechselt auch immer mal das Wetter. In den Bergkämmen hängen teilweise die Wolken, die Sonne kam aber immer wieder durch. Empfehlenswert ist jedoch immer eine Jacke dabei zu haben, da im Gebirge auch die Temperaturen immer wieder schwanken können. Am Wegesrand findet man hier alte Wachtürme, die man besichtigen kann und ebenfalls einen tollen Blick auf das Meer frei geben. Hierbei handelt es sich um den Wachturm „Ses Animes“ inmitten der Horta de Banyalbufar (dieser Ort zeichnet sich durch terassenartig angelegte Gärten, welche wunderschön anzusehen sind, aus und ist ein Ausflug wert).

Gegen Mittag erreichten wir nach einer kurvenreichen Fahrt Valldemossa, ein wunderschöner Ort in den Bergen, der auch unter Künstlern sehr beliebt ist und aufgrund seiner Kulisse zu malerischen Motiven anregt. Ein Wahrzeichen Valldemossas ist die Kartause „Sa Cartuja“, welche ihre Berühmtheit einem längst vergangenen Besuch Frédéric Chopins und seiner Gefährtin George Sande verdankt. Hier können gegen einen Eintritt von ca. 9,50 € Kunstschätze und Architektur bewundert werden.

Valldemossa selbst zeichnet sich durch malerische enge, blumengeschmückte (steile) Gassen, Treppen und Durchgänge aus. Bewegt man sich in den Gassen, gelangt man auch schonmal schnell in eine Sackgasse.

Im Ort selbst bewegt man sich es auf und ab, hier findet man auch ein paar kleine schöne Geschäfte, in denen man Souvenirs als Erinnerung an einen schönen Ausflugsort erwerben kann. Übrigens kann man hier auch in dem kleinen Café „Panaderia y Pasteleria“ den leckersten Mandelkuchen Mallorcas essen (der Eingang  des Cafés führt auf dem Foto durch die Bordeaux-roten Baldachine). Das Café verfügt über einen Außenbereich mit wunderschönen Garten. Hier runden Orangen- und Zitronenbäume das Bild ab, die dort wachsen.

In Valldemossa findet man auch das Kulturzentrum „Costa Nord“, welches mit Unterstützung des Schauspielers Michael Douglas entstand. Das Kulturzentrum widmet sich der Kultur und Natur der Region und kann gegen einen Eintritt von 7,50 € besichtigt werden.

In Port de Sóller haben wir einen sehr schönen Nachmittag verbracht, das Wetter war herrlich: strahlend blauer Himmel und Sonnenschein. Bereits die Fahrt ins Tal von Port de Sóller ist atemberaubend schön. Ein kleiner Hafen fügt sich in die Bucht ein, der Ort selbst zieht sich um die gesamte Bucht.

Seit Eröffnung des neuen Tunnels Sa Mola gehört die Promenade des Ortes allein den Fußgängern und der nostalgischen Straßenbahn „Tramvia“, die im Stundentakt vom Bahnhof Sóller bis zur Hafenmole rumpelt. Die Schienen ziehen sich entlang der Promenade.

Am Hafen findet man auch kleine Cafés, in denen man die Seele baumeln lassen und den Blick übers Meer schweifen lassen kann. Vom Hafen aus kann man auch kleine Bootsausflüge buchen, um die Küste Mallorcas auch von der Wasserseite aus betrachten zu können.

Einen Ausflug zum kleinen Far del Cap Gros sollte man auf keinen Fall versäumen. Dazu muss man vor Port de Sóller kurz vor dem Tunnel nach Repic abbiegen. Der Leuchtturm liegt hoch oben und gibt einen tollen Blick auf Port de Sóller frei.

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