Burj al arab – 7 Sterne

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20. März 2011 von Meeresbrise


Bereits vor Urlaubsantritt hatten wir uns überlegt, einmal das Burj al arab zu besuchen. Dieses Hotel gehört sicherlich zu einem der (touristischen) Highlights von Dubai und sollte man nicht verpassen. Schnell haben wir festgestellt, dass dies nur möglich ist, wenn man eine Reservierung im Hotel hat (für eine Suite oder einen Restaurantbesuch). Da uns die Suite dann doch zu teuer war, haben wir uns spontan für einen Restaurantbesuch entschieden. Über eine Internetseite haben wir schnell für das Restaurant unserer Wahl „Al Muntaha“ im 27. Stock des Hotels per E-Mail eine Reservierung vorgenommen. Hierzu erhält man eine Reservierungsnummer, die man am Eingangstor des Burj al arab vorzeigen muss.

Nach unserem Madinat-Besuch, der bereits die Vorfreude für den anstehenden Besuch des Burj al arab aufgrund des wunderschönen Blicks von der Anlage aus gesteigert hat, machten wir uns zu Fuß auf dem Weg zum Hotel.

Bereits am Eingangstor wird deutlich, dass die Hotelbetreiber großen Wert auf den Schutz der Privatsphäre der Gäste legen, denn ohne Reservierung hat man tatsächlich keine Chance in das Hotel zu gelangen. Da nur ein Weg zum Hotel führt, haben wir uns dazu entschieden, den restlichen Weg zum Hotel ebenfalls zu Fuß über die Brücke zurück zu legen, um den Anblick des Hotels, die Umgebung  sowie auf den Privatstrand Jumeirah Beach der umliegenden Hotels voll auskosten und genießen zu können.

Direkt vor dem Hotel parken die Wagen des Hotels für Gäste, die einen Limousinenservice gebucht haben. Hier kann man sich mit einem BMW oder Bentley durch Dubai fahren lassen.

Kurz nach Betreten des Inneren des Burj al arabs konnte man die gesamte imposante Weite des Gebäudes erfassen, muss diese jedoch auch erst einmal auf sich wirken lassen. Empfangen wird man von Wasserspielen, die sich stufenartig nach oben aufbauen.

Rechts und links des Eingangs befinden sich die Rezeptionen, welche man an dem goldenen muschelförmigen Design erkennt und jeweils ein kleiner Sitzbereich für ankommende Gäste.

Der Weg nach oben in die nächste Etage führt über eine Rolltreppe, dabei muss man sich entscheiden, ob man das in der Wand eingelassene Aquarium anschauen oder die Wasserspiele besichtigen möchte, die erst von oben ihre Farbenvielfalt frei legen.

In der 1. Etage angekommen, erlebten wir eine Art Déjà-vu: ähnlich wie am Burj Khalifa muss man auch hier den Kopf in den Nacken legen, um alle Stockwerke von unten nach oben betrachten zu können. Jede Etage, die sich durch lauter Bögen auszeichnet, hat dabei eine eigene Farbe: von blau über grün zu hellgelb.

Abgerundet wird dieses farblich aufeinander abgestimmte Design durch goldene Säulen. Auf der vorderen Seite kann man das imposante „Segel“ begutachten, welches abends von außen in verschiedenen Farben angeleuchtet wird. Auf dieser Etage gibt es ein weiteres Wasserspiel, diverse Designerläden für Schmuck und Mode sowie Restaurants und Cafés.

Darüber hinaus befinden sich hier auch die goldenen Fahrstühle zu den einzelnen Suiten sowie im hinteren Bereich des Hotels der gläserne Fahrstuhl, der uns in den 27. Stock zum „Al Muntaha“ befördert hat. Bei der Fahrt nach oben kann man den Blick nach außen auf das Meer genießen und bei guter Sicht auch die Palmeninsel oder „The World“ erkennen.

Oben angekommen, wird man zunächst einmal von Servicekräften begrüßt und gebeten, kurz im Sitzbereich zu warten. Anschließend wird man zu seinem Tisch geführt.

Das Restaurant bietet eine sehr gute Aussicht, da die gesamten Fronten voll verglast sind und so den Blick auf Dubai und das Meer frei legen:

Blick auf Madinat Jumeirah (oben) und Blick auf Jumeirah Beach Hotel:

Auch hier finden sich die Farben des Foyers wider. Die Decke ist ebenfalls wellenartig wie die Balkone zu den Suiten konzipiert und farblich abgesetzt.

Hier erlebt man den Service eines 7-Sterne-Hotels: man braucht selbst keinen Handschlag zu tun. Der Stuhl wird zurecht geschoben, die Serviette aufgelegt, jederzeit wird darauf geachtet, dass der Kunde zufrieden ist und es ihm an nichts fehlt.

Besonders lecker zu erwähnen ist die Vorspeise, wo verschiedene Brot- und Brötchensorten mit diversen Dips gereicht wurden und ein außergewöhnliches Getränk: Melone (mit Stückchen) und Pfeffer und wahrscheinlich weiteren Zutaten, die wir nicht heraus filtern konnten.

Wie zu erwarten war die Hauptspeise sehr überschaubar angerichtet, aber wie heißt es so schön: das Auge isst mit und für das Erlebnis war es auf jeden Fall wert, dort einmal vornehm gespeist zu haben.

Nach unserem Restaurantbesuch haben wir anschließend noch einmal die zugänglichen Bereiche des Hotels besichtigt und sind anschließend, bevor wir das Gelände verlassen haben, über einen Privatweg zum Strand eines der drei Hotels aus dem Madinat gegangen. Der Strand hier ist feinkörnig und sehr sauber, die Wasserfarbe ein Traum und lädt zum Baden ein. Auch von hier kann man nochmal herrliche Fotos vom Burj al arab machen.

Am dortigen Privatstrand angelangt, haben wir uns entschieden, über die Hotelanlage zurück zum Madinat zu gehen, um dort auch nochmal eine Fahrt mit einer Abra zu machen. Da der Bootsführer von einer dortigen Hotelreservierung ausging, hatten wir Glück und konnten ein Stück des Weges kostenlos mit der Abra zurück legen.

Unser Fazit: wer einmal in Dubai ist und das Hotel nicht nur von außen betrachten möchte, sollte auf jeden Fall das Geld für einen Restaurantbesuch (mittags ist es mit 395 Dirham p.P. günstiger als am Abend für 795 Dirham p.P.) oder für einen Nachmittagscafé investieren (wir haben für das Mittagessen umgerechnet für 2 Personen inkl. Vorspeise, Hauptspeise, Salat und einer Flasche Wasser 128 € bezahlt). Denn auch hierbei handelt es sich um ein unvergessliches Erlebnis, an das man lange zurück denkt und wohl so schnell auch nicht wieder erleben wird.

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8 Kommentare zu “Burj al arab – 7 Sterne

  1. Lilac Namez sagt:

    Herzlichen Glückwunsch zu Eurer schönen und interessanten Seite. Ich werde sie mir nach und nach in allen Einzelheiten anschauen.
    Der Bericht aus Dubai war bereits sehr interessant. Da viele Menschen sicher nie die Gelegenheit haben werden, dieses pompöse Hotel von innen anzuschauen, habt Ihr einen Eindruck vermittelt, der ausgezeichnet zu den Reportagen im Fernsehen passt. Aber bei Euch hat man das Gefühl, ein wenig mit dabei gewesen zu sein – ein Eindruck, den das Fernsehen selten vermittelt.
    Weiter so!
    Herzliche Grüße
    Lilac

    • Meeresbrise sagt:

      Hallo Lilac,
      herzlichen Dank für Deine Rückmeldung. Wir freuen uns, wenn Dir unsere Berichte gut gefallen und evtl. auch eigene Anregungen für Dich dabei sind. Und sei es nur, um durch die Berichte mit auf Reise gehen zu können 😉
      Viele Grüße!

      • Wiebke Schwartz sagt:

        Ein sehr schöner Bericht mit gelungenen Bildern!
        Im Dezember fliege ich auch nach Dubai und auch ich möchte das Burj Al Arab besichtigen. Ich habe mittlerweile so viele verschiedebe und auch komplett unterschiedliche Möglichkeiten oder auch Varianten gelesen, wie man ins Hotel kommt und wie nicht.
        Ihr Bericht war endlich einmal ein zeitnaher Bericht, der auch Detailangaben zum Essen, Preis, etc. enthielt. Wo haben Sie derzeit Ihr Essen reserviert. Könnten Sie mir diesen Link schicken, da ich diese Preise auf der Webseite des Hotels selbst nicht vorgefunden habe.
        Mit freundlichem Gruß

      • Meeresbrise sagt:

        Hallo Frau Schwartz,
        vielen Dank für Ihr Feedback. Wir haben Ihnen soeben eine e-Mail zukommen lassen mit den Informationen, die Sie benötigen.
        Viele Grüße,
        Meeresbrise

  2. H.K sagt:

    Hallo und Guten Tag

    Ihr Bericht ist besser wie in manchen Reiseführer!! Danke

    Mich würde es auch Interessieren, wo Sie den Hotelbsuch gebucht haben. Ich möchte den Geburtstag meiner Frau dort verbringen (natürlich mit ihr) 😉

    Viele Grüße
    Hagen

  3. Meeresbrise sagt:

    Hallo Hagen,
    bei uns gab es damals Essen a la carte, hier gab es mehere Gerichte zur Auswahl. An einen Buisness-Lunch können wir uns nicht erinnern, war damals aber auch für uns nicht von Interesse, daher haben wir nicht weiter nachgefragt.
    Viele Grüße

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