Dubai – zwei Gesichter

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12. März 2011 von Meeresbrise


Eines muss gleich vorweg gesagt werden: „Dubai muss man erleben“. Diese Stadt mit zwei Gesichtern ist der absolute Hammer. Neben dem Burj al arab, Burj Khalifa – oder wie er eigentlich heißen sollte Burj Dubai – bis hin zum The Palm Atlantis oder dem alten Stadtteil um den Creek herum  gibt es sonst noch eine Menge zu sehen.

Creek – Dubais zweites Gesicht

Am Creek findet man in Dubai viele Souks (Märkte). Dort ist zum Beispiel der berühmte Gold-Souk, aber auch der Stoff- und Gewürzsouk ist dort zu finden.

Die Welt um den Creek ist völlig anders als im schönen und noblen Finanzviertel, welches mit seinen Luxushotels und vielen Wolkenkratzern imponiert.

Am Creek wohnen auch die Armen der Armen. Luxus ist dort, wenn jeder Schuhe tragen kann und seinen Lastkarren nicht Barfuss durch die Straßen von Dubai ziehen muss.

Der Dubai Creek ist ein natürlicher Meeresarm der Dubai City durchzieht. Tag und Nacht herrscht auf dem Fluss Hochbetrieb. Ein Highlight ist die Fahrt mit dem Wassertaxi (Abras) vom einen zum anderen Ufer des Creeks. Preis 1 Dirham = 20 Cent/€

Aber auch die Dhaus, das sind alte, immer noch aktive Handelsschiffe. Was damit alles transportiert wird ist erstaunlich, aber viel interessanter ist noch, wie es transportiert wird. Dort ist die Welt noch simpel und einfach. Die Be- und Endladung findet am Ufer, ganz in der Nähe der Souks statt.

Die Dhaus befördern Waren jeder Art bis nach Indien und Ostafrika. Das Beladen so eines Dhaus dürft Ihr auf keinen Fall verpassen, in Europa wäre dies undenkbar wie die Waren auf den Dhau „verstaut“ werden. Nach dem Motto: Was nicht passt wird passend gemacht, jede kleine Lücke wird genutzt, alles was sich stapeln lässt wird übereinander geschichtet. Wenn man dabei zusieht zweifelt man, ob diese ihre Fahrt überstehen, aber auch wenn man es nicht glauben mag, sie kommen immer an.

Burj Khalifa – At the Top

Ein Besuch des höchsten Gebäudes der Welt darf natürlich nicht fehlen, wenn man einmal in Dubai ist. Allein das Areal rings um den Burj Khalifa ist absolut sehenswert und wie der Tower selbst gigantisch und eindrucksvoll.

Mit 828 Metern Höhe besitzt das höchste Gebäude der Welt 160 Stockwerke. Die Aussichtsplattform befindet sich in luftiger Höhe im 124. Stock und gilt damit auch als höchste Outdoor-Aussichtsplattform weltweit.

Spätestens in Dubai The Old Town angekommen, ist er nicht mehr zu übersehen: der Burj Khalifa. Steht man direkt vor ihm, muss man den Kopf ordentlich in den Nacken legen und sich zusätzlich zurück lehnen, um seine volle Höhe in Augenschein nehmen zu können. Auch für Fotos muss man sich ein Stück vom Tower entfernen, um ihn in voller Länge auf das Bild zu bekommen.

Den Eingang zum Burj Khalifa, wenn man die Aussichtsplattform „At the Top“ besuchen möchte, findet man in der Dubai Mall. Der Weg dorthin ist ausgeschildert und schnell zu finden. Wer jedoch auf die Aussichtsplattform möchte, muss den Besuch einige Tage im voraus buchen, da man kurzfristig keine Chance auf eine Besichtigung hat. Die Tickets sind immer ausgebucht. Darüber hinaus können wir nur den Rat geben, die Tickets über das Internet zu bestellen www.burjkhalifa.ae, hier sind sie viel günstiger zu erwerben (umgerechnet für ca. 20 € p.P.) als direkt vor Ort (umgerechnet ca. 90 € p.P.).

Innerhalb von 60 Sekunden wird man mit einem Fahrstuhl in den 124. Stock gebracht (452 Meter hoch) – ein absolutes Erlebnis. Die Geschwindigkeit spürt man überhaupt nicht (selbst das Anfahren des Fahrstuhls nicht) und wie schnell es bergauf geht, kann man nur erkennen, wenn man die Anzeige der Stockwerke beobachtet – mitzählen kann man hierbei die Stockwerke nicht, es geht viel zu schnell. Pro Sekunde schafft der Fahrstuhl 4 Stockwerke, das sind 10 Meter pro Sekunde. Auch der Fahrstuhl selbst ist innen aufgrund seiner Beleuchtung schön anzusehen. Oben angekommen, haben wir auch keine Gleichgewichtsprobleme verspürt, wie es einem mit so manchen Fahrstühlen in der Heimat ergeht. Das einzige erste Indiz für die gigantische Höhe der Aussichtsplattform war, dass man in den ersten Minuten leichte Schwankungen des Turmes wahrgenommen hat. Daran hat man sich jedoch schnell gewöhnt und nach ein paar Minuten nichts mehr gespürt.

Die Aussicht von dort oben ist absolut atemberaubend. Wir hatten zwar einen beginnenden Sandsturm, jedoch noch Glück mit der Aussicht. Andere Mit-Kreuzfahrer, die den Burj Khalifa eine Woche später nach Rückkehr in Dubai besichtigt haben, hatten da leider weniger Glück. Neben einer offenen Aussichtsplattform (in den Fenstern befinden sich auch in unterschiedlichen Höhen Spalten, damit man auch Fotos/Filme ohne Scheibe davor machen kann) hat man die Möglichkeit, den Turm komplett zu umrunden, da es auch einen geschlossenen Bereich mit raum hohen Fenstern gibt. Hier findet man auch einen Souvenirladen, wo man sich, wenn man möchte, Erinnerungsstücke an den Besuch kaufen kann.

Unser Tipp: wir empfehlen den Besuch am späten Nachmittag. Da wir kein Zeitlimit bezüglich des Aufenthaltes auf dem Turm hatten, konnten wir so Dubai bei Tag, bei Sonnenuntergang und im dunkeln erleben. Dubai bei Nacht ist aus zwei Gründen ein Erlebnis wert: 1. die Stadt ist abends wunderschön beleuchtet, auch die vielen Autolichter auf den Straßen bilden ein Highlight.

2. Die Dubai Fountain sind von da oben auch wunderschön anzusehen (hierzu später mehr).

Dubai Fountain

Wie oben bereits geschrieben, ist allein das Areal um den Burj Khalifa sehr sehenswert und architektonisch schön angelegt. Vor dem Burj Khalifa findet man neben der Dubai Mall, dem Souk al Bahar, den man über eine Brücke des Dubai Lakes erreichen kann, und den Burj Dubai Lake Park selbst mit seiner riesigen Fontänen-Anlage.

Die wunderschön anzusehenden Wasserspiele (mit einer Breite von 275 Metern), die immer von Musik begleitet werden, kann man alle halbe Stunde ab 18 Uhr abends bis 22 Uhr bewundern. Aus rund 1000 Öffnungen schießen z.B. zu den Klängen von „Time To Say Goodbye“ 100.000 Liter Wasser bis zu 150 Meter hohe Fontänen in die Luft.  Alle halbe Stunde wird ein anderes Lied gespielt, hier sind auch sehr schöne rhythmische arabische Klänge zu finden. Die Fontänen selbst passen sich dem Rhythmus jedes Liedes an und sind immer wieder schön anzusehen. Bei einigen Liedern werden die Fontänen mit verschieden Lichtern untermalt und der Burj Khalifa blinkt von unten bis oben  mit – einfach ein Highlight und etwas, dass wir nicht missen möchten.

Unser Tipp: schaut Euch die Wasserspiele bei Tageslicht um 18 Uhr an, aber auch wenn es dunkel ist. Das darf man einfach nicht verpassen und muss es selbst erlebt haben.

Madinat Jumeirah

Am 1. Morgen unserer Reise haben wir uns nach dem Frühstück auf den Weg zum „Madinat Jumeirah“ gemacht – eine wunderschöne Anlage, die auch von drei Hotelkomplexen umrahmt wird (das Gelände der Hotels kann man jedoch nur betreten, wenn man dort Hotelgast ist, eine Reservierung zum Essen hat oder es schafft, dass die Security einen vorbei lässt). Die Anlage befindet sich direkt am Jumeirah Beach und liegt direkt neben dem Burj al arab.

Die Anlage selbst wurde als Lagunenstadt erbaut, die Gebäude spiegeln den arabischen Stil wider und auch die typischen Windtürme, die als natürliche Klimaanlage für die Häuser dienen, finden sich hier wieder. Ein wenig erinnert die dort angelegte Lagune an Venedig, denn auch hier kann man auf dem Wasser mit den typisch arabischen „Abras“ fahren (gegen Gebühr, umgerechnet ca. 10 € p.P.). Die Wasserwege ziehen sich mit insgesamt 3,7 km durch die Anlage, als Hotelgast kann man sich mit einer Abra direkt zu seinem Hotelzimmer fahren lassen.

Innerhalb dieser Anlage befindet sich auch der „Souk Madinat Jumeirah“, der wunderschön anzusehen ist. Holzbalken und typisch arabische Lampen runden das Bild ab. Der Souk umfasst 75 Läden, die z.B. Kunsthandel betreiben. Die kleinen Gassen laden hier zum Bummeln ein, auch kann man hier den Schatten genießen.

Sehr viele Cafés und Restaurants sind hier zu finden mit tollem Blick auf die türkisfarbenden Wasserstraßen. Das Dubai Theater liegt ebenfalls in dieser Anlage.

Nicht verpassen darf man von hier aus den Blick auf den Burj al arab. Die Anlage bietet sich für tolle Fotomotive an. Abends kann man von hier aus das Farbenspiel des Burj al arabs genießen, während man zu Abend isst. Tipp: direkt vorm Eingang des Souks hat man, wenn man auf der Brücke steht, einen sehr schönen Blick auf den Burj al arab mit der davor liegenden Wasserstraße des Madinats.

Wir können einen Besuch des Madinats nur empfehlen, da die Anlage wirklich wunderschön ist. Auch eine Fahrt auf einer der dortigen Abras ist sehr schön und stimmungsvoll.

Dubai Mall

Dubai ist bekannt als Shopping-Paradies, so dass auch wir beschlossen haben, uns die dortigen Malls einmal anzuschauen. Als erstes statteten wir der Dubai Mall einen Besuch ab, welche direkt neben dem Burj Khalifa zu finden ist. Die Dubai Mall ist das zweitgrößte Einkaufszentrum der Welt und verfügt über 1200 Geschäfte. Auf einer Verkaufsfläche von 350.000 qm können sich Shopping-Begeisterte austoben.

Hier findet man neben Mode- und Schuhläden (von „normalen“ Geschäften wie Esprit bis hin zu Designerläden wie Valentino, Armani, Manolo Blahnik) auch Antiquitäten, Kunst, Lebensmittel, Pralinenfachgeschäfte, Möbel, einen Food Court, Bücher, Parfüm und was man sich noch so wünschen kann.

Auch eine Eislaufbahn mit olympischen Ausmaßen und ein Kino mit 22 Sälen haben hier seinen Platz gefunden. Langweilig wird einem hier ganz sicher nicht.

Eine weitere Attraktion der Dubai Mall ist das sich über drei Etagen erstreckende Aquarium. Es misst die Maße 50 mal 20 Meter und ist elf Meter hoch. 100.000 Kubikmeter Wasser bilden hier die Lebensgrundlage von 33.000 Wassertieren wie Haien und Fischen aller Art. Wer jedoch denkt, dass die darin enthaltenen Korallen und Felsen echt sind, täuscht sich gewaltig. Beides ist aus Kunststoff und soll somit die Wasserqualität nicht beeinträchtigen.  Wir können jedoch sagen, dass die Korallen absolut echt wirken und es uns dort nicht aufgefallen ist.

Gegen Gebühr hat man auch die Möglichkeit durch einen Fußgängertunnel die Meeresbewohner aus nächster Nähe zu betrachten. Wir haben hiervon Abstand genommen, da wir aufgrund unserer Hotelbuchung im Atlantis The Palm auch einen inkludierten Eintritt ins „Lost Chambers“ hatten. Im direkten Vergleich empfehlen wir, dass Eintrittsgeld für den Fußgängertunnel im Aquarium der Dubai Mall zu sparen und statt dessen das Geld lieber für einen Eintritt im „Lost Chambers“ zu investieren, da man hier weitaus mehr geboten bekommt.

Einen Besuch abstatten sollte man auch dem 24 Meter hohen Wasserfall in der Mall, der mit silbernen Schwimmern bestückt ist, die sich scheinbar in die Tiefe fallen lassen.

Unser Fazit: wer über das nötige Kleingeld verfügt, kann hier shoppen bis zum Umfallen. Sofern man sich für bestimmte Dinge interessiert, sollte man sich jedoch vorher in Deutschland über die Preise kundig machen, denn vieles ist in Dubai nicht günstiger, teilweise sogar teurer.

Mall of the Emirates

Die Mall of the Emirates war einst die größte Einkaufsmall in Dubai mit einer Fläche von 223.000 qm. Nach der Fertigstellung der Dubai Mall rückte sie jedoch an 2. Stelle. 400 Geschäfte sorgen für die Kauflust der Besucher, zumeist handelt es sich um Luxusläden. Sowohl arabische als auch westliche Einkaufsläden sind hier zu finden. 65 Restaurants bieten die Möglichkeit, seinen Hunger zu stillen oder auch einfach nur einen Café zu trinken.

Filmfreunde können sich auf 40 Leinwänden ihre Lieblingsfilme anschauen oder wem das zu langweilig ist und bei den heißen Temperaturen eine Abkühlung benötigt, der besucht die angrenzende Ski-Halle (Ski-Dubai). Kauflustige haben hier die Möglichkeit durch große Fenster das Geschehen auf der Piste zu beobachten. 5 Abfahrten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden bieten Ski-Begeisterten jede Menge Spaß.

Erreichen kann man die Mall of the Emirates wunderbar mit der Dubai Metro, die direkt vor dem Hauteingang der Mall hält.

Dubai Metro

Von der Dubai Metro haben wir im Vorfeld unserer Reiseplanung zufällig im Internet gehört und uns entsprechende Videos angeschaut. Zu dem Zeitpunkt war uns klar, dass wir auf jeden Fall auch eine Fahrt mit der Metro machen wollten, denn man hat von dort auch einen schönen Blick auf die Stadt und die Skyline, da die Metro erhöht auf eigens gebauten Schienen fährt.

Derzeit gibt es in Dubai zwei Linien: die grüne und die rote Linie. Die grüne Linie fährt entlang des Creeks, die rote Linie dagegen entlang des „neuen“ Dubais über das Finanzviertel zum Burj Khalifa und weiter z.B. zur Mall of the Emirates.

Da wir leider nicht mehr Zeit hatten, sind wir die Strecke von der Mall of the Emirates bis zum Burj Khalifa und zurück gefahren (rote Linie).

Die Metro fährt führerlos mit einer Geschwindigkeit von ca. 50 bis 60 km/h. Alle 10 Minuten fährt in den eigens angelegten Stationen eine neue Bahn ein.

Dabei gibt es eine „Gold-Klasse“ (=1. Klasse), eine Klasse eigens für Frauen und Kinder sowie eine 2. Klasse (Economy). Fahrkarten erhält man direkt in den Stationen, dort findet man auch Ansprechpartner, sofern man sich nicht sicher sein sollte, welche Karte man benötigt. Es gibt z.B. Kurzstreckentickets, Tickets für eine einfache Fahrt, Tageskarten. Die Gebiete sind in Zonen eingeteilt, die Preise richten sich nach den entsprechenden Distanzen. Eine gute Übersicht zu den Preisen findet man unter der Rubrik „Tickets & cards“ auf der Internetseite der Dubai Metro: www.dubaimetro.eu.

Auch sind die Stationen und Bahnen selbstverständlich klimatisiert und videoüberwacht. Sicherheit wird hier auch sehr hoch geschrieben, in den Stationen gibt es überall entsprechende Sicherheitskräfte, die Türen an den Metrostationen öffnen sich erst, wenn die Bahn eingefahren ist und ihre Türen geöffnet hat. So kann niemand auf die Schienen gelangen.

Des Weiteren sorgt ein ausgeklügeltes System dafür, dass keine Bahn auf die andere auffahren kann, wenn es einmal Probleme geben sollte. Die Wagons sind überwiegend mit Sitzplätzen ausgestattet. Die Gold-Klasse erkennt man an seiner höherwertigen Ausstattung im Vergleich zur Economy-Klasse.

Wir finden die Dubai Metro ist eine gute Alternative zu einem Taxi, vorausgesetzt natürlich, dass man sich in der Nähe einer Station aufhält.

Aus der Bahn heraus hat man in der Tat einen guten Blick auf die Stadt. Da es keinen Fahrer gibt, kann man auch vorne heraus schöne Fotos machen oder einfach die Fahrt genießen.

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Ein Kommentar zu “Dubai – zwei Gesichter

  1. germanicus84 sagt:

    Toller Post mit schönen Fotos! Gefällt mir wirklich gut.

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